Wie hängen Klimawandel und Migration zusammen? Welche Erfahrungen machen Menschen, die nach München migrieren, um hier zu leben und zu arbeiten? Wie können Stadtverwaltung, Unternehmen, Zivilgesellschaft und migrantische Arbeitskräfte ein faires und inklusives Miteinander gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung „Arbeitsmigration im Kontext der Klimakrise – wie geht es gerecht?“ im Rahmen des Münchner Klimaherbstes. Sie findet am Donnerstag, 24. Oktober, von 15.30 bis 21.15 Uhr im Kunstlabor2 in der Dachauer Straße 90 statt. Neben Fachimpulsen steht die Vernetzung im Vordergrund. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Anmeldung gebeten über die Website der Münchner Initiative Nachhaltigkeit unter https://www.m-i-n.net/arbeitsmigration-klimakrise.
Der Fachkräftemangel ist – nicht nur in München – das brisante Thema für Unternehmen. Viele Faktoren beeinflussen die Arbeitsmigration, unter anderem die Klimakrise: Menschen migrieren, wenn die klimatischen Bedingungen das Leben und Arbeiten erschweren. Sie werden auch gezielt angeworben, um dem Fachkräftemangel, z.B. in klimarelevanten Berufen, entgegenzuwirken. Welche Erfahrungen, Ansprüche und Interessen gibt es im Kontext solcher Arbeitsmigration? Wie kann München faire Bedingungen für migrantische Fachkräfte gestalten? Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Unternehmen werden Empfehlungen entwickelt. Nebenbei ist genug Zeit zum Vernetzen und Austauschen bei Soulfood und Drinks.
Das Programm der Veranstaltung:
- Keynote zu Klimawandel und Migration von Birgit Glorius, Professorin für Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung an der TU Chemnitz, Mitglied des Sachverständigenrats für Integration und Migration
- Workshop 1: „Arbeitsmigration im globalen Kontext: Auswirkungen der Klimakrise, kolonialen Kontinuitäten und Fachkräfteanwerbung“ (Betiel Berhe, Ökonomin, Autorin und Aktivistin)
- Workshop 2: „Faire Anwerbung von Fachkräften – wie gelingt sie?“ (Verena Schneeweiß, Internationaler Bund e.V., Didem Yilmaz, Pflegefachkraft)
- Workshop 3: „Integration migrantischer Arbeitskräfte: Good practice in München“ (Quan-Minh Bottrill-Chau, Stadt München, Kommunale Beschäftigungspolitik und Qualifizierung; Regina Grasberger, Projektleitung Übergangsmanagement beim Goethe-Institut e.V.; Dr. Vera Süßenbach, BAMF – Koordination Berufssprachkurse; Jessica Kreuch, Stadtwerke München, Personalgewinnung und -entwicklung; Katrin Lepold, Managerin One Foundation, Motel One; Elena Münnich, Über den Tellerrand e.V.) Die Veranstaltung moderiert Suzan Çakar, Moderatorin mit den Schwerpunkten Migration, Rassismus, Jugend und Feminismus.
Veranstalter sind das Referat für Arbeit und Wirtschaft, das Referat für Bildung und Sport, Morgen e.V., Nord Süd Forum München e.V. sowie die Münchner Initiative Nachhaltigkeit.