Datenerhebung an Münchner Schulen
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 10.9.2024
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Auf Ihre Anfrage vom 10.9.2024 nehme ich Bezug.
Sie haben Ihrer Anfrage folgenden Text vorausgeschickt:
„Auf unsere Anfrage vom 13.5.2024 bzgl. der Auswirkung der Migration auf Münchner Schulen erhielten wir vom Referat für Bildung und Sport eine Antwort (Nr. 20-26/F00933), die ihrerseits neue Fragen aufgeworfen hat. Zum einen hat sich herausgestellt, dass die Zahlen hinsichtlich des Migrationsanteils nicht korrekt veröffentlicht worden sind. Zudem scheinen keine Abiturdurchschnitte der städtischen Gymnasien und vielleicht auch keine Notendurchschnitte der Abschlussklassen anderer städtischer Schulen mehr ermittelt zu werden.“
Zu den von Ihnen gestellten Fragen kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Zur Antwort auf Frage 1 wurde angegeben, dass ein Eingabefehler beim Heinrich-Heine Gymnasium hinsichtlich des Migrationsanteils in der aktuellen 5. Jahrgangstufe vorläge. Dieser ist mit 100% angegeben. Die konkrete Prozentzahl des Migrationsanteils, die stattdessen tatsächlich vorliegt wurde in der Antwort nicht genannt. Wir bitten um Bekanntgabe der konkreten Zahl.
Antwort:
Am Städt. Heinrich-Heine-Gymnasium sind bei ca. 40% der Schüler*innen mindestens eines der Kriterien der Amtlichen Schulverwaltung (nicht-deutsche Staatsangehörigkeit, nicht in Deutschland geboren oder nicht-deutsche Muttersprache) erfüllt.
Frage 2:
Zur Antwort auf Frage 2 wurde angegeben, dass seit 2018/2019 dem RBS keine Abiturergebnisse der städtischen Gymnasien mehr vorliegen. Wir bit- ten um Erläuterung, warum dies so ist.
Antwort:
Abiturergebnisse aller staatlichen und städtischen Gymnasien in Form von Durchschnittsnoten liegen der staatlichen Schulaufsicht vor. Bis 2019 wurden die Daten der städtischen Gymnasien zusätzlich noch in der Abteilung RBS-A-2 erfasst.
Aufgrund von Personalveränderungen und neuer Aufgabenverteilungen werden diese nun wieder seit dem Jahrgang 2021_23 für die städtischen Schulen in der Abteilung Gymnasien zusätzlich eingeholt.
Frage 3:
Wie wird der Bildungserfolg in den städtischen Gymnasien gemessen? Nachdem alle Abiturienten ein Zeugnis erhalten haben, bitten wir exemplarisch um Mitteilung des Notendurchschnitts des letztjährigen Abiturs des Theodolinden-Gymnasiums, des Heinrich-Heine-Gymnasiums und des St.-Anna-Gymnasiums.
Antwort:
Der Bildungserfolg wird seitens des RBS u.a. über die Kennzahl „Anteil der nicht bestandenen Abschlussprüfungen (m/w)“ gemessen.
Die Abiturdurchschnitte gestalten sich wie folgt:
.jpg)
Frage 4:
Wird an den anderen städtischen Schulen ebenfalls kein Gesamtnotendurchschnitt je Jahrgangs- oder Abschlussstufe mehr ermittelt?
Antwort:
Der Erfolg bei den Abschlussprüfungen wird zentral über die Kennzahlen bei der Ausspielung der ASV gemessen.
Für uns ist die Anzahl der „nicht bestanden Abschlussprüfungen“ entscheidend.
Frage 5:
Wenn nein, wie wird dort der Bildungserfolg gemessen?
Antwort:
Städt. Gymnasien s.o.Mit einigem Abstand erhält jede Schulleitung im Rahmen einer Dienstbesprechung mit den Ministerialbeauftragten personalisiert eine Ergebnisliste aus dem Kultusministerium. Hier sind die Zahlen der eigenen Schule im Vergleich mit den anderen Schulen im Aufsichtsbezirk sowie im Vergleich mit den Ergebnissen bayernweit dargestellt.
Frage 6:
Zur Antwort auf Frage 3 bitten wir um Erläuterung des „Münchner Weges“ und die Aufzählung der verschiedenen Maßnahmen, die zum Nachteilsausgleich eingesetzt werden?
Antwort:
Der Münchner Weg ist ein pädagogisches Gesamtkonzept, das ständig entsprechend der Anforderungen einer Großstadt weiterentwickelt wird – ausgehend von den für Bildung, Erziehung und Betreuung Verantwortlichen an den Kindertageseinrichtungen und Schulen. Der Münchner Weg ist Grundlage des pädagogischen Handelns in allen Einrichtungen des Referates für Bildung und Sport – von den Kindertageseinrichtungen über die Realschulen und Gymnasien bis hin zu den Berufsschulen und den weiterführenden beruflichen Schulen (Bildung nach Maß − Der Münchner Weg, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, 2007). Der Münchner Weg schafft ein Bildungs- und Betreuungsangebot für Münchner Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das deren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht und Bildungserfolg unabhängig von der sozialen Herkunft ermöglicht. Jede städtische Schule bietet daher bedarfsorientiert vergleichbare Angebote für die Schüler*innen. Die Umsetzung dieses Konzepts hat mit Blick auf das Leitmotiv der Landeshauptstadt „Stadt im Gleichgewicht“ eine hohe Bedeutung für die Stadtgesellschaft als Ganzes.
Weiterführende Informationen zum Münchner Weg finden Sie unter https://www.muenchen.de/aktuell/muenchner-weg-entlastung-fuer-lehrerinnen.
Frage 7:
Welchen finanziellen Umfang hatten diese Maßnahmen in den letzten drei Jahren?
Antwort:
.jpg)
Der finanzielle Umfang der Maßnahmen zum Nachteilsausgleich kann nicht beziffert werden.
Frage 8:
Zur Antwort auf Frage 4.2 bitten wir um beispielhafte Nennung der Höhe der Mittel für die städtischen Schulen und Stadtbezirke 11 Milbertshofen, 16 Ramersdorf-Perlach und 1 Altstadt-Lehel für die jeweils letzten drei Jahre.
Antwort:
.jpg)
Ich gehe davon aus, dass Ihre Anfrage somit abschließend behandelt wurde.