Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen ist ein von den Vereinten Nationen für den 3. Dezember ausgerufener jährlicher Gedenk- und Aktionstag. Aus diesem Anlass weist das Gesundheitsreferat auf die Umsetzung des Artikels 25 der UN-Behindertenrechtskonvention hin.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Menschen mit Behinderungen in München sollen eine Gesundheitsversorgung mit derselben Bandbreite und Qualität beanspruchen können, wie sie Menschen ohne Behinderung nutzen. Das sieht auch das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor, welches Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat.“
Verschiedene Angebote des Gesundheitsreferats erleichtern die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen – ein Überblick:
- Ein Förderprogramm für die Barrierefreiheit ärztlicher Praxen in München hat der Stadtrat im Juni 2024 beschlossen. Mit der Förderung können ärztliche Praxen in München bis zu 20.000 Euro erhalten und für mehr Barrierefreiheit in ihren Räumlichkeiten sorgen. Die Förderrichtlinien werden derzeit erarbeitet.
- Die gynäkologische Sprechstunde für mobilitätseingeschränkte Mädchen und Frauen richtet sich an Münchnerinnen mit Einschränkungen der Mobilität oder Mehrfachbehinderungen. Sie bietet, wie alle anderen Praxen, Vorsorgeuntersuchungen, Diagnostik und Therapie bei gynäkologischen Beschwerden und Erkrankungen, Schwangerschaftsbegleitung und Beratung zu Sexualität, Kinderwunsch und Verhütung sowie eine Begleitung in den Wechseljahren an. Die Sprechstunden werden jeweils am Mittwochnachmittag von niedergelassenen Gynäkolog*innen im Gesundheitsreferat, Bayerstraße 28a, durchgeführt. Terminvereinbarungen sind unter der Telefonnummer 233-47836 Montag bis Donnerstag 9.30 bis 12 Uhr sowie Montag, 13 bis 15.30 Uhr, möglich. Zu sonstigen Fragen ist die Praxis per E-Mail an gyn-praxis.gsr@muenchen.de erreichbar.
- Die Fachstelle „Inklusion und Gesundheit“ verfolgt das Ziel, den Zugang zur medizinischen Versorgung sowie zu Angeboten der Gesundheitsförderung und Gesundheitsberatung für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Dabei liegen die Schwerpunkte auf dem Abbau bestehender Barrieren im Gesundheitswesen und der Schließung von schwerwiegenden Versorgungslücken. Die Fachstelle „Inklusion und Gesundheit“ kann per E-Mail an fachstellen.gsr@muenchen.de kontaktiert werden.
Teilhabe und Selbstbestimmung durch Leichte Sprache
Leichte Sprache ist ein Konzept, das die deutsche Sprache maximal vereinfacht. Es bietet die Möglichkeit, Informationen und Texte verständlich zu gestalten, damit sie für alle Menschen leicht zugänglich sind. Insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten profitieren von Leichter Sprache. Leichte Sprache ist für sie genauso wichtig wie Rampen für Menschen im Rollstuhl, Induktionsschleifen für schwerhörige Menschen oder Blindenampeln für blinde Menschen. Aber auch viele andere Menschen, die Schwierigkeiten beim Verständnis komplizierter Texte haben, profitieren von Leichter Sprache.
In Zusammenarbeit mit dem IT-Referat informiert das Gesundheitsreferat über verschiedene Gesundheitsangebote im Internet zusätzlich in Leichter Sprache unter https://stadt.muenchen.de/leichte-sprache.html. Unter https://stadt.muenchen.de/leichte-sprache/dienst-leistungen.html sind Informationen über die Gesundheits-Treffs, die Beratung für Schwangere, die Beratung bei ungewollter Schwangerschaft, die Sprech-Stunde beim Frauen-Arzt, die Gesundheits-Untersuchung zur Einschulung und Tipps zum Schutz bei sehr heißem Wetter zu finden.