Manche der heimischen Vogelarten haben es nicht leicht in der Großstadt: Eigentlich brüten sie in Baumhöhlen, Hohlräumen in Fassaden oder Mauerspalten – solche Plätze gehen durch Sanierungen allerdings zu- nehmend verloren. Bürger*innen können ihre tierischen Nachbarn aber bei der Fortpflanzung unterstützen, indem sie Kästen oder Nisthilfen als „Notfallquartiere“ anbringen – und zwar schon jetzt in der kalten Jahreszeit. Das Referat für Klima- und Umweltschutz informiert, wie Bürger*innen den Vögeln am besten helfen und damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in München leisten können.
Nistkästen sollten bis Ende Februar angebracht werden, damit die Vögel bereits dieses Frühjahr zur Brut einziehen können. Wer eine Nisthilfe aufstellt, sollte darauf achten, einen Platz in wettergeschützter Lage außerhalb der Reichweite von Bodenfeinden wie Katzen zu wählen. Für Mauersegler und Schwalben, die üblicherweise unter Dächern oder in hochgelegenen Mauerlöchern brüten, können die Kästen direkt an die Fassade, am besten in über vier Metern Höhe, angebracht werden. Für Meisen, die in der Natur Baumhöhlen bevorzugen, eignen sich Kästen an dicken Baumstämmen.
Wichtig ist neben dem Nistplatz auch das Nahrungsangebot in der Umgebung. Die bedeutendste Nahrungsquelle für die Aufzucht der Vogeljungen sind Insekten. Diese finden sich vermehrt auf Wildblumenwiesen, die ihnen als Nahrungsgrundlage dienen. Gleichzeitig bieten heimische Beerensträucher Schutz und Nahrung für die Vögel.
Die Biodiversitätsberatung des Referats für Kima- und Umweltschutz (https://stadt.muenchen.de/infos/biodiversitaetsberatung-muenchen.html) berät Bürger*innen zu Planung, Umsetzung und Fördermöglichkeiten ihres Biodiversitätsprojekts. Sie ist erreichbar per E-Mail an biodivberatung.rku@muenchen.de.