Das Baureferat beginnt mit den vorbereitenden Maßnahmen für den Ersatzneubau der beiden Kreuzhofbrücken. Die beiden bestehenden Stahlbetonbrücken wurden im Jahr 1966 errichtet und müssen alters- und materialbedingt ersetzt werden. Sie liegen an der Autobahn-Anschlussstelle Kreuzhof auf der Grenze der drei Stadtbezirke Sendling-Westpark, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Hadern, in direkter Nähe zum nordwestlich gelegenen Waldfriedhof und zum östlich gelegenen Südpark. Sie überführen die vier Fahrstreifen der A 95 / B 2 sowie Teile der Auf- und Abfahrt über die Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße. Im November hat der Stadtrat die Projektgenehmigung für die Erneuerung der beiden Brücken einschließlich der damit verbundenen Vorwegmaßnahmen erteilt.
Die Kreuzhofbrücken sind zwei der insgesamt zwölf Münchner Brücken, die in den späten 1960er Jahren teilweise mit sogenanntem „Sigma-Spannstahl“ gebaut wurden. Dieser ist nach heutigen Erkenntnissen spannungsriss-korrosionsgefährdet. Deshalb werden speziell diese Brücken vom Baureferat regelmäßig intensiv geprüft. Auf Basis vertiefender Bauwerksuntersuchungen müssen für diese Brücken die erforderlichen individuellen Instandsetzungsmaßnahmen ermittelt und geplant werden. Nur so kann die Verkehrssicherheit auch weiterhin erhalten werden. Im Fall der Kreuzhofbrücken haben die Prüfingenieure festgestellt, dass der Neubau zwingend notwendig ist.
Um das Bauvorhaben in Angriff nehmen zu können, muss das Baureferat nun 138 Bäume und weitere Gehölzbestände auf der Baustelleinrichtungsfläche entfernen und Artenschutzmaßnahmen durchführen. Die für die Bauzeit in Anspruch genommenen Grünflächen werden nach Abschluss der Bauarbeiten vollumfänglich wiederhergestellt. Es werden flächige Pflanzungen von Strauch- und Gehölzgruppen vorgenommen. Hierbei werden bei den Gehölzpflanzungen heimische, standorttypische Baum- und Straucharten verwendet und artenreiche, insektenfreundliche Wiesen angelegt. Der Baubeginn der Hauptmaßnahme ist für Sommer 2024 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt zirka drei Jahre. Die betroffenen Bezirksausschüsse sowie die Untere Naturschutzbehörde haben der Baumaßnahme zugestimmt.
Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses vom 7. November 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 11122).