Am Dienstag, 27. Februar, 10 Uhr, findet anlässlich der Ausstellung „Operation Finale: Die Ergreifung und der Prozess von Adolf Eichmann“ im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst sowie des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung von Auschwitz ein Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch für Schulklassen im NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, statt. Das Gespräch wird auch online auf YouTube übertragen und ist für Schüler*innen ab 14 Jahren geeignet.
Charlotte Knobloch wurde 1932 als Tochter des Rechtsanwalts Fritz Neuland in München geboren. Den Holocaust überlebte sie unter falschem Namen bei der Familie einer ehemaligen Hausangestellten ihres Onkels. Ihr Vater Fritz Neuland übernahm in der Nachkriegszeit mehrfach die Leitung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG). 1985 wurde Charlotte Knobloch zur Präsidentin der IKG gewählt – und seitdem immer wieder im Amt bestätigt. Seit 1997 war Dr. h.c. mult. Knobloch Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und von 2006 bis 2010 dessen Präsidentin. Sie ist eine entschiedene Kämpferin gegen Judenhass und setzt sich für die Förderung jüdischen Lebens in Deutschland und anderen Ländern ein.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern mit dem NS-Dokumentationszentrum München, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und Public History im Kulturreferat. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung für den Livestream bis spätestens Freitag, 23. Februar, auf nsdoku.de/programm.