Die Beschäftigten der Stadt München können sich über einen neuen Kollegen freuen: MUCGPT, ein fortschrittlicher und innovativer Sprach-KI-Assistent, steht künftig allen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung zur Verfügung. Von Dezember bis Februar hatten rund 300 Mitarbeiter*innen der Stadt München die Piloterversion getestet. Dabei wurden 12.000 Nachrichten generiert und von den Tester*innen schließlich 59 Verbesserungsvorschläge eingereicht. Beim gestrigen Launch-Event im IT-Referat konnten sich Mitarbeiter*innen aus den städtischen Referaten nun selbst ein Bild machen und MUCGPT nach der Präsentation durch die Kolleg*innen aus dem InnovationLab selbst ausprobieren.
Die Begrüßung hatte sich IT-Referentin Dr. Laura Dornheim direkt von MUCGPT erstellen lassen und gab damit gleich ein erstes Beispiel, wie das Sprachmodell eingesetzt werden kann. Auch Bürgermeister Dominik Krause zeigte sich begeistert von der Entwicklung: „Ich bin froh, dass die riesigen Chancen von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für eine bessere, effektivere und schnellere Verwaltung erkannt und direkt umgesetzt werden. Diese Weiterentwicklung ist kein Selbstzweck, sondern wird für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn sein. Das IT-Referat leistet hier durch die Integration von KI in Verwaltungsprozesse Pionierarbeit. Wir sind deutschlandweit mit die ersten, die so etwas machen.“ Das Sprachmodell basiert wie ChatGPT auf künstlicher Intelligenz und ist in der Lage, schriftliche Unterhaltungen in Form von Chats zu führen. Hierbei berechnet die KI Wortwahrscheinlichkeiten mit Hilfe eines neuronalen Netzes, um Antworten zu generieren, die natürlich und plausibel klingen. Da die Antworten nicht reproduzierbar sind, bekommt man auf die gleiche Anfrage zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ergebnisse. Denkbare Einsatzszenarien sind beispielsweise Brainstormings, Zusammenfassung großer Texte, Übersetzungen, die Unterstützung bei kreativen Aufgaben und vieles mehr. Der Unterschied zu ChatGPT liegt vor allem im Ort der Datenverarbeitung. Dieser liegt anders als bei ChatGPT nicht in den USA, sondern verschlüsselt auf einem europäischen Server. Bittet man MUCGPT beispielsweise sich vorzustellen, erhält man die folgende Antwort: „Ich bin MUCGPT, ein fortschrittlicher Sprach-KI-Assistent, der speziell für die Stadt München entwickelt wurde. Ich bin in der Lage, natürliche Sprache zu verstehen und zu verarbeiten und kann Ihnen bei der Bewältigung Ihrer täglichen Aufgaben und der Organisation Ihres Arbeitsalltags helfen. Mit meiner fortschrittlichen Technologie und meiner Benutzerfreundlichkeit bin ich sicher, dass ich eine wertvolle Ergänzung für das Team der Stadt München sein werde. Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammenzuarbeiten und Ihnen bei allem zu helfen, was Sie brauchen.“ IT-Referentin Dr. Laura Dornheim: „Künstliche Intelligenz hat eine prominente Zukunft innerhalb der Münchner Stadtverwaltung. Ich sehe die Entwicklung von MUCGPT als Mehrwert für alle Mitarbeitenden und bin stolz, dieses Produkt aus unserem Haus jetzt allen städtischen Kolleg*innen an die Hand geben zu dürfen. In meiner Funktion muss ich diverse Grußworte halten, nicht nur beim Brainstorming dafür habe ich in der Testphase bereits auf MUCGPT zurückgegriffen und erfolgreich genutzt.“