Stadtbäche freilegen: Mit dem Westlichen Stadtgrabenbach in der Herzog-Wilhelm-Straße beginnen
Antrag Stadtrats-Mitglieder Paul Bickelbacher, Beppo Brem, Mona Fuchs, Anna Hanusch, Sofie Langmeier, Gudrun Lux, Thomas Niederbühl, Dr. Florian Roth, Florian Schönemann, Christian Smolka, Sibylle Stöhr (Fraktion Die Grünen – Rosa Liste) und Nikolaus Gradl, Klaus Peter Rupp, Dr. Julia Schmitt-Thiel, Julia Schönfeld-Knor, Andreas Schuster, Felix Sproll (SPD/ Volt-Fraktion) vom 2.12.2022
Antwort Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer:
Mit oben genanntem Antrag soll das Baureferat beauftragt werden, die Planungen für die Freilegung des Westlichen Stadtgrabenbaches in der Herzog-Wilhelm-Straße voranzutreiben und eine Bürgerbeteiligung in die Wege zu leiten.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlauben wir uns, Ihren Antrag mit Schreiben zu beantworten.
Für die gewährte Terminverlängerung bedanken wir uns. Zu Ihrem Antrag vom 2.12.2022 teilen wir Ihnen Folgendes mit:
Mit Beschluss des Bauausschusses vom 17.9.2019, „Öffnung des Westlichen Stadtgrabenbaches in der Herzog-Wilhelm-Straße“ (Sitzungsvorlage Nr. 14-20/V 15037) wurde neben der ausführlichen Darstellung der umfangreichen Maßnahmen an den verschiedensten Gewässern auch das weitere Vorgehen für den Westlichen Stadtgrabenbach dargestellt.
Das Baureferat wurde beauftragt, nach Vorlage der Prüfergebnisse zur Umwandlung der Herzog-Wilhelm-Straße und der Kreuzstraße in eine Fußgängerzone durch das Mobilitätsreferat, Gestaltungskonzepte zu erarbeiten und auf deren Basis eine Bürgerbeteiligung (Ideendialog) durchzuführen und dem Stadtrat vom Ergebnis zu berichten. Dieses Vorgehen wurde durch den Stadtrat mehrfach, zuletzt mit Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 17.5.2023 „Konkretisierung der Konzeption, ‚Freiraum M 2030‘ Schlüsselprojekt Freiraumquartierskonzept Innenstadt 1“ (Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 07388), bestätigt.
Nachdem die Prüfergebnisse zur Umwandlung der Herzog-Wilhelm-Straße und der Kreuzstraße in eine Fußgängerzone noch nicht vorliegen, hat das Baureferat eine kurzfristige temporäre Zwischenlösung geprüft. Es wurde untersucht, inwiefern eine Gestaltung eines grundwassergespeisten klei-nen Oberflächengewässers in der vorhandenen Grünanlage bis zu einer Neugestaltung des gesamten Freiraumes realisiert werden könnte.
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Abbildung 1: schematischer Querschnitt
Abbildung 1 zeigt den Bodenaufbau unter dem möglichen neuen Gewässer sowie einen möglichen Gewässerquerschnitt. Der Bodenaufbau stellt ein naturnahes und ökologisches Gewässersystem einschließlich Lebensräumen in der Bodenzone sicher.
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Abbildung 2: Lageplan Sparten
Abbildung 2 zeigt, dass in dem gesamten Straßenraum einschließlich Grünfläche eine Vielzahl an Sparten im Untergrund liegen. Diese stehen einer temporären Zwischenlösung entgegen, da die Kosten für eine Verlegung der Sparten im Vergleich zum Ergebnis nicht im Verhältnis stehen.
Das Baureferat empfiehlt daher, wie in der Vergangenheit mehrfach durch den Stadtrat bestätigt, nach Vorlage der Prüfergebnisse zur Umwandlung der Herzog-Wilhelm-Straße und der Kreuzstraße in eine Fußgängerzone durch das Mobilitätsreferat, die vorgesehene Bürgerbeteiligung (Ideendialog) durchzuführen und dem Stadtrat die Ergebnisse zur Entscheidung vorzulegen.
Für die Durchführung der Bachrunde wurden dem Baureferat Stellen genehmigt, welche zwischenzeitlich eingerichtet und auch – nach mehrmaliger Ausschreibung – besetzt werden konnten. Die Bachrunde wird nun vorbereitet. Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden wir zu einem Kick-Off Termin einladen. In dem Kick-off Termin soll mit allen Beteiligten der Rahmen und Umfang sowie die geplanten Inhalte der nachfolgenden Bachrunden gemeinsam abgestimmt werden.
Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat dieses Antwortschreiben mitgezeichnet.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass der Antrag damit abschließend behandelt ist.