München setzt sich für Fairen Handel ein. Dies zeigt vom 24. April bis zum 5. Juni die Ausstellung „Fairer Handel in München“, die vom stadtweiten Bündnis „Fairtrade Stadt München“ in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Eine Welt des Referats für Klima- und Umweltschutz und der Münchner Volkshochschule (MVHS) Ost organisiert wird. Die Vitrinen-Ausstellung in den Räumen der Münchner Volkshochschule in Ramersdorf, Claudius-Keller-Straße 7, informiert außerdem darüber, was Fairer Handel ist und wie jede*r Einzelne daran mitwirken kann.
Zeitgleich eröffnet dort die Roll-Up-Ausstellung „Der Freiheit so fern. Kinder- und Zwangsarbeit im 21. Jahrhundert“ von Südwind e. V., die Zahlen und Zusammenhänge bietet und Betroffene zu Wort kommen lässt. Denn Zwangsarbeit ist auch heute noch traurige Realität für viele Menschen auf der ganzen Welt, vor allem für Kinder: 160 Millionen Kinder wurden 2022 weltweit zum Arbeiten gezwungen. Im Kampf gegen Kinder- und Zwangsarbeit spielt Fairer Handel eine wichtige Rolle.
Die Vernissage zu beiden Ausstellungen findet am Mittwoch, 24. April, 11.30 Uhr, in der MVHS Ost in Ramersdorf statt. Auf dem Programm steht neben Grußworten von Boris Schwartz, Vertreter der Referentin für Klima- und Umweltschutz, und Winfried Eckert, Stadtbereichsleiter der MVHS Ost, ein Vortrag zu Zwangsarbeit in der Logistikbranche. Bei einem fairen Imbiss besteht Raum für Austausch. Für eine Vernissage-Teilnahme wird um Anmeldung geben unter https://go.muenchen.de/der-freiheit-so-fern.
Christine Kugler, Referentin für Klima- und Umweltschutz: „Wir wollen Menschen in benachteiligten Regionen helfen, ihre ökonomischen und ökologischen Grundlagen zu verbessern. Deshalb setzt sich die Landeshauptstadt München seit Jahren für Fairen Handel ein. Neben einer fairen Bezahlung sorgt Fairer Handel für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen schonenden Umgang mit Ressourcen – und folgt dabei dem Motto ,global denken, lokal handeln‘. Ich freue mich, dass die Ausstellung dieses wichtige Thema weiter ins Bewusstsein holt.“
2002 war München die bundesweit zweite Kommune, die durch einen Stadtratsbeschluss die Vorgabe aufstellte, keine Produkte aus Kinderarbeit einzukaufen. Seitdem wird im Beschaffungswesen der Stadtverwaltung immer stärker darauf geachtet, wo Produkte hergestellt, ob im Herstellungsprozess Menschen- und Arbeitsrechte eingehalten werden und ob ein fairer Lohn bezahlt wird – sei es bei Blumen für Veranstaltungen oder bei Textilien und Arbeitskleidung. Aufgrund ihres Engagements hat die Landeshauptstadt München 2023 beim bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt den 1. Platz in der Kategorie Großstadt gewonnen.
Die Stadt ist außerdem Teil des stadtweiten Bündnisses „Fairtrade Stadt München“, das Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, der Kirchen und des Einzelhandels vereint und das 2013 erstmals für sein vielfältiges Engagement ausgezeichnet wurde. München ist eine von mehr als 820 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Kommunen in insgesamt 36 Ländern.
(Siehe auch unter Terminhinweise)