Der diesjährige Übersetzungspreis der Stadt München wird an Werner von Koppenfels vergeben. Dies hat der Kulturausschuss des Stadtrats auf Empfehlung einer Jury jetzt beschlossen. Der Übersetzungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre – alternierend mit dem Literaturpreis und dem Publizistikpreis – verliehen.
Aus der Begründung der Jury
„Werner von Koppenfels, 1938 in Dresden geboren, lehrte von 1974 bis zu seiner Emeritierung Anglistik und Komparatistik an der LMU München, mit Zwischenstationen in Virginia und Minnesota. Er hat Generationen von Studierenden mit dem Umfang seiner Seminarlektüren verschüchtert und durch das Vorbild seiner Belesenheit geprägt – und hat vor allem weit über den Universitätsbetrieb hinaus- und auf die deutsche Leselandschaft eingewirkt, auch als Rezensent in FAZ und NZZ. Aus vier der sechs bis sieben Sprachen, die er mühelos liest, hat er auch selbst übersetzt: aus dem Englischen, Französischen, Spanischen und Lateinischen – jeweils mit untrüglichem Gespür für das Hochkarätige und mit besonderer Vorliebe für das bislang Übergangene, sprachlich höchst Geschliffene. Mit dem geschulten Auge des Philologen erfasst Werner von Koppenfels die Finessen der Originale und überführt sie dann stilsicher in seinen reichen deutschen Wortschatz, wobei er für das, was sich in den Vorlagen der Übersetzbarkeit bleibend entzieht, im Deutschen ebenso findig wie erfinderisch neue und andersartige Reize und Assoziationen hinzugewinnt.“ Die Preisverleihung findet (nichtöffentlich) am 15. Juli im Literaturhaus München statt. Die Laudatio hält Dr. Holger Pils (Lyrik Kabinett). Weitere Informationen zum Preis, die vollständige Jurybegründung und Jurybesetzung unter www.muenchen.de/literatur.