Zum 100. Jahrestag der Gründung der Jüdischen Volksschule München haben sich Studierende und Historikerinnen an der Ludwig-Maximilians-Universität München auf biografische Spurensuche begeben. Ausgangspunkt war ein Foto der 3. Klasse dieser Schule von 1937/38 aus dem Nachlass von Karl Süßheim und seiner Tochter Margot, selbst Verfolgte im Nationalsozialismus. Der Orientalistik-Professor notierte auf Rückseite des Fotos die Namen aller Kinder. Public History München im Kulturreferat hat die Recherchen unterstützt mit Informationen aus der biografischen Datenbank zu jüdischen Münchnerinnen und Münchnern 1933-1945, die auch alle Kinder verzeichnet.
Am Donnerstag, 16. Mai, 17 Uhr, werden die Lebenslinien dieser Menschen im Jüdischen Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, vorgestellt. Münchens Ehrenbürgerin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch und die Historiker Professor Dr. Michael Brenner und Professor Dr. Andreas Wirsching eröffnen den Abend. In einer Lesung von Schüler*innen des Helene Habermann-Gymnasiums werden neben Selbstzeugnissen auch Stimmen von
Überlebenden, Freunden und Angehörigen zu Wort kommen.
Die Veranstaltung ist kostenlos und barrierefrei zugänglich. Anmeldung unter https://eveeno.com/634876903.
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Jüdische Volksschule München, 3. Klasse von 1937/38 (Foto: Nachlass von Karl Süßheim)