Wie digital ist München? (VII) – Ist die Umsetzung der zentralen Datenplattform für Mobilitätsdaten im Zeitplan?
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Leo Agerer, Sabine Bär, Fabian Ewald, Ulrike Grimm, Hans Hammer und Hans-Peter Mehling (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 5.3.2024
Antwort IT-Referentin Dr. Laura Dornheim:
In Ihrer Anfrage haben Sie folgenden Sachverhalt vorausgeschickt: „Die Landeshauptstadt München verfolgt das Ziel, alle verfügbaren mobilitätsrelevanten Daten zu bündeln. Dazu soll eine zentrale Datenplattform in Form des Monitorings und Data-Analytics Systems aufgebaut werden, in die verschiedene interne und externe Datenquellen angebunden werden. Die Plattform soll die Grundlage für weitere verkehrsplanerische Maßnahmen insbesondere des Mobilitätsreferats sein.
Das IT-Referat gibt den Umsetzungszeitraum mit 2022 bis Ende 2024 an. Anfang 2024 – also zwei Jahre nach Beginn des Umsetzungszeitraums – wird der Projektfortschritt jedoch nur mit 11% angegeben.“
Zu den im Einzelnen gestellten Fragen kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Wie stellt sich aktuell der Umsetzungsstand für die zentrale Datenplattform für Mobilitätsdaten tatsächlich dar?
Antwort:
Die Umsetzungsphase für das Projekt MDAS hat mit dem Stadtratsbeschluss im Oktober 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 11108) begonnen und wird sich – wie auch im Stadtratsbeschluss dargestellt – bis Anfang 2026 erstrecken.
Der Projektumfang besteht fachlich betrachtet aus verschiedenen Schwerpunktthemen, wie zum Beispiel Parkraummanagement, Steuerung der
E-Mobilität, Steuerung der Mikromobilität oder Austausch mit Datenplattformen. Die Schwerpunktthemen werden gemäß der Priorisierung durch den Fachbereich agil umgesetzt und jeweils nach Freigabe durch den Fachbereich produktiv genommen.
Die aktuelle Planung sieht die Fertigstellung des ersten Schwerpunktthemas Parkraummanagement für den Sommer 2024 vor.
Frage 2:
Welche Gründe sieht das IT-Referat für den offenbar langsamen Projektfortschritt?
Antwort:
In der Messung des Fortschritts fließen nur Funktionalitäten für die Mobilitätsdatenplattform ein, die umgesetzt und sowohl technisch als auch fachlich qualitätsgesichert sind. Funktionalitäten, die sich noch in der Umsetzung befinden, werden bei der Messung des Fortschritts nicht berücksichtigt, auch wenn sie schon weit fortgeschritten sind. Zudem ist auch der erhebliche Aufwand, der in die Schnittstellenkonzeption und generell in die Feinabstimmung der fachlichen und technischen Anforderungen geflossen ist, im Fortschrittsgrad nicht enthalten. Dadurch mag der Eindruck entstanden sein, dass bislang nur ein geringer Fortschritt erzielt worden ist.
Frage 3:
Ist zu erwarten, dass die Plattform bis Jahresende 2024 durch die Fachreferate genutzt werden kann?
Antwort:
Die Fachbereiche des Mobilitätsreferats können die Funktionalität der Mobilitätsdatenplattform für das Schwerpunktthema Parkraummanagement ab Herbst 2024 nutzen (Release 1).
Frage 4:
Welche Folgen hat eine Verzögerung?
Antwort:
Aktuell wird plangemäß an der Umsetzung des Parkraummanagements gearbeitet (Release 1). Aufgrund technischer Herausforderungen und einer Ausweitung um die Anbindung von zwei zusätzlichen Datenlieferanten, verschiebt sich der auf ursprünglich August geplante GoLive von Release 1 in den Herbst dieses Jahres.
Würde sich die produktive Bereitstellung der Mobilitätsdatenplattform im Herbst 2024 verzögern, so können die Fachbereiche des Mobilitätsreferats dennoch bereits heute auf einen Teil der gewünschten Analysen in der Testumgebung zugreifen.