Am Mittwoch, 4. Juni, 19 Uhr, findet im NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, die Diskussion „Was wir erben. Über schwierige Erinnerungsstücke“ mit der Schriftstellerin Olga Mannheimer und dem Filmproduzenten Thomas Schuhbauer statt. Im Gespräch mit Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokuzentrums, stellen sie ihre künstlerischen Perspektiven auf die eigene Familiengeschichte vor. Gemeinsam überlegen sie, was Dinge, die in Familien mitgeschleppt und weitervererbt werden, erzählen und welche Bedeutung sie für die Erinnerungsarbeit heute haben können.
Olga Mannheimer wurde 1968 mit ihrer Familie zur Ausreise aus Polen gezwungen. Bis heute hat sie eine der Transportkisten von damals aufbewahrt – bestückt mit silbernen Cocktailspießen, die zum Verkauf gedacht waren und sich im Westen als wertlos erwiesen.
Bei Thomas Schuhbauer geht es um ein Gemälde, das im Wohnzimmer seiner Eltern hing. Erst als er das Bild verkaufen wollte, realisierte der Filmproduzent, dass sich unter der scheinbar harmlosen Münchner Stadtansicht etwas ganz anderes verbarg: eine übertünchte Hakenkreuzflagge. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen unter nsdoku.de/programm. Infos zur Barrierefreiheit unter www.nsdoku.de/barrierfreiheit.