Der Tag der offenen Tür der Münchner Stadtentwässerung (MSE) ist auch in diesem Jahr wieder auf beachtliche Resonanz der Münchner*innen gestoßen. Rund 500 Besucher*innen kamen am Sonntag in die Betriebsstation in der Hebenstreitstraße, um sich hier über die Aufgaben der MSE rund um das Thema Abwasser zu informieren.
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Wie funktioniert eine Kläranlage? Beim Tag der offenen Tür der Münchner Stadtentwässerung wurde dies an einem Modell erklärt. (Foto: MSE)
„Besonders schön war, dass auch in diesem Jahr viele Familien mit Kindern, vornehmlich aus der Nachbarschaft, das angenehme Wetter für einen Ausflug zu uns genutzt haben. Unsere Station in der Hebenstreitstraße befindet sich unterhalb der Heilig-Kreuz-Kirche am Giesinger Berg mitten im Herzen der Stadt, mitten in einem der belebtesten Stadt- teile Münchens. Unsere zuverlässige Arbeit findet sehr oft eher im Verborgenen statt – daher sind solche Tage für uns eine hervorragende Gelegenheit, die MSE als städtischen Betrieb der kommunalen Daseinsvorsorge in München präsentieren zu können“, sagt Bernd Fuchs, einer der beiden MSE-Werkleiter.
Sein Werkleiterkollege Robert Schmidt ergänzt: „Mit den hier vorgestellten Aufgaben und Themen, mit Schwerpunkt auf die älteste Station unseres Betriebs, gebaut 1927, unseren netten Kolleg*innen und dem tollen, abwechslungsreichen Programm haben wir uns und unseren Gästen einen wunderbaren Sonntag gestalten können. Die vielen fröhlichen Gesichter, besonders der kleinen Gäste, sprechen für sich und den Erfolg dieses Tags.“
Vorgestellt wurden Labortätigkeiten, Probenahmen für die Abwasserkontrolle sowie Ausrüstungsgegenstände. Neben der Abwasserüberwachung und der Kanalinspektion hatten die Besucher*innen auch die Möglichkeit, sich die Funktionsweise von Gut Großlappen, einem der beiden Münchner Klärwerke, anhand eines interaktiven Modells erklären zu lassen. Die Gäste haben sich einen sogenannten 90er-Kanal (90 Zentimeter Höhe) im Modell auch von innen ansehen können. Gerade für die kleinen Gäste waren die Kamerafahrzeuge und der begehbare Kanal eine Attraktion.
Darüber hinaus wurde der Tag auch zur Information rund um das Thema ökologisches Regenwassermanagement genutzt. Ortsnahe Regenwasserbewirtschaftung, beispielsweise in Form von Versickerung oder Dachbegrünung sowie Entsiegelung von Asphaltflächen zu weichen, wasserdurchlässigen Böden oder Flächen sind mit Blick auf den spürbaren Klimawandel eine wichtige Anpassungsmaßnahme.
„Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besucher*innen. Und ein besonderer Dank geht natürlich an unsere Mitarbeitenden, die mit Vorbereitung und Durchführung den Tag so überhaupt erst möglich gemacht haben. Da sein für München – das wurde wieder mal bestens sichtbar“, sind sich beide Werkleiter der MSE einig.
Über die Münchner Stadtentwässerung
Mit mehr als 1.000 Mitarbeiter*innen kümmert sich die MSE um die Abwasserentsorgung der Stadt München und angrenzender Kommunen. Dazu gehören auch Planung, Bau und Betrieb der Anlagen zur Abwasserableitung und Abwasserreinigung mitsamt komplexer und hochmoderner Verfahrenstechnik.
Ein Kanalnetz von rund 2.400 Kilometern Länge liegt im Münchner Untergrund verborgen. Die oberste Aufgabe ist der Gewässerschutz. Dafür hält die MSE das Abwassernetz in Stand, saniert und baut es fortlaufend aus. Herzstücke der Abwasserreinigung sind die beiden Großklärwerke im Münchner Norden. Sie verfügen über eine Kapazität von insgesamt drei Millionen Einwohnerwerten und reinigen durchschnittlich eine halbe Mil- lion Kubikmeter Abwasser pro Tag von Haushalten und Industrie aus München und der Region.
Achtung Redaktionen: Weitere Fotos vom Tag der offenen Tür gibt es unter stadt.muenchen.de/infos/muenchner-stadtentwaesserung-veranstaltungstermine.html (Quelle: Münchner Stadtentwässerung).