Auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die Stadt München weiterentwickeln soll. Beim Schülerwettbewerb zur Stadtentwicklung, den es bereits seit 1998 gibt, wurden sieben kreative Beiträge in Form von Filmen, Skizzen, einer Broschüre sowie selbstgebastelten und digitalen Modellen eingereicht. Besonders wichtig waren den jungen Menschen dabei die Themen Frei- und Spielräume, Nachhaltigkeit, Mobilität sowie Lebensqualität in der Stadt.
Eine Jury aus Jugendlichen, Lehrkräften, Stadtplaner*innen sowie Mitarbeitenden verschiedener städtischer Referate und des Kreisjugendrings München-Stadt hatte die Projekte bewertet. Stadtbaurätin Professorin Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk und Stadtschulrat Florian Kraus überreichten jetzt die Preise an die siegreichen Teams.
Den ersten Platz belegten Schüler*innen einer 8. Klasse des Städtischen St. Anna-Gymnasiums mit ihrem Projekt „Öasen für München – Ehrenamt-Pavillons für Gemeinschaft in der Stadt“. Elf Schüler*innen im Alter von 13 bis 14 Jahren haben das Thema „Gemeinschaft in der Stadt“ reflektiert, wobei sie die Idee der „Öasen“ – öffentliche, ökologische und ökonomische Oasen – entwickelten. In liebevoll gestalteten Modellen sind ehrenamtlich betriebene Orte für Begegnung und Austausch ohne Konsumzwang entstanden, zum Beispiel eine Cookase für nachbarschaftliches Kochen, ein Kreativcafé und eine MusikTreppe.
Der zweite Platz ging an zehn Schüler*innen der 11. Klasse des Beruflichen Schulzentrums Alois Senefelder, die inspiriert von den Ideen einer vertikalen Stadt des Architekten Harvey W. Corbett Visionen für München in der Zukunft erarbeiteten.
Den dritten Platz erhielt der Beitrag „Container-Kindergarten – Nachhaltig, mobil und kinderfreundlich“, eingereicht von Schüler*innen der 12. Klasse der Rudolf Steiner Schule Daglfing, mit kreativen Gedanken zur Gestaltung eines kindgerechten, mobilen und nachhaltigen Kindergartens.
Alle Wettbewerbsteilnehmer*innen bekamen eine Urkunde und eine Anerkennung, die erstplatzierten Arbeiten erhielten zudem einen Beitrag zur Klassenkasse. Alle Projekte sind noch bis 31. Juli jeweils Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr im PlanTreff, Blumenstraße 31, zu sehen. Der PlanTreff ist rollstuhlgerecht zugänglich, eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Der Eintritt ist frei.
Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das Referat für Bildung und Sport loben den Wettbewerb für Schüler*innen jedes Jahr gemeinsam aus. Ziel ist es, junge Menschen dazu zu animieren, sich mit der Stadt und ihren Entwicklungen auseinanderzusetzen – auch im Konsens mit anderen. Weitere Infos unter www.muenchen.de/schulwettbewerb.