Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz plant, seine Unternehmenszentrale am Ostbahnhof weiterzuentwickeln und einen Teil seines Standorts umzugestalten. Dies umfasst auch ein zirka 65 Meter hohes Hochhaus als Quartierszeichen und städtebaulicher Akzent. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2201 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats in seiner heutigen Sitzung die Weichen für das Projekt gestellt.
Auf dem knapp ein Hektar großen Areal nördlich der Mühldorfstraße sollen anstelle einiger Bestandsgebäude aus den 1920er bis 1950er Jahren eine Neubebauung mit Büros sowie Labor-, Forschungs- und Entwicklungsflächen entstehen. Auch ein öffentlich zugängliches „Experience Center“ ist geplant, das moderne Technik erlebbar machen soll. Ein städtebauliches Ziel ist die Verdichtung und qualitative Weiterentwicklung nördlich des Werksviertels mit einer flächensparenden, kompakten Bebauung. Geplant sind ein fünfgeschossiger Baukörper, dessen Höhe sich an den umliegenden Bestandsgebäuden orientiert, sowie ein Hochhaus mit einer Höhe von zirka 65 Metern an der Mühldorfstraße, als Mittelpunkt des Betriebsgeländes und städtebaulicher Akzent. Dieses wird gemäß den Qualitätskriterien der Hochhausstudie entwickelt. Die Kriterien beschreiben den hohen gestalterischen und gesellschaftlichen Anspruch, der in München bei Hochhausprojekten zu erfüllen ist. Sie legen auch einen strukturierten, mehrstufigen Planungsprozess fest, wie die obligatorische Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens. Der Hochpunkt soll sich in die Silhouette der um den Ostbahnhof entstandenen Hochhäuser integrieren und zwischen der Hochhausgruppe des Werksviertels und den nördlich gelegenen Hochpunkten „Technisches Rathaus“ und „Ten Towers“ vermitteln. Da das Firmenareal aus Sicherheitsgründen weitestgehend abgeschlossen ist, sind allgemein zugängliche Freibereiche oder öffentliche Grünflächen nur im Bereich des Hochpunkts vorstellbar. Den Mitarbeiter*innen stehen innerhalb des Betriebsgeländes vielseitig nutzbare Freiflächen zur Verfügung. Das sogenannte Campusband im Rohde & Schwarz-Areal setzt die Idee des Kommunikationsbands aus dem Werksviertel fort und wird auch im neu zu bebauenden Teilbereich weitergeführt.
Für die Weiterentwicklung des Areals ist die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Grünordnung erforderlich. Als Grundlage für dessen städtebauliche und freiraumplanerische Qualität wird im Herbst ein Planungswettbewerb durchgeführt, den das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München auslobt.
Nähere Infos unter https://stadt.muenchen.de/infos/rohde-schwarz.html.