In seiner heutigen Sitzung hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats der Durchführung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs im Sanierungsgebiet Ramersdorf zugestimmt. Im Zentrum dieses Wettbewerbs steht ein seit Jahren brachliegendes Areal direkt am Mittleren Ring. An diesem Standort soll eine gemischt genutzte Bebauung mit einem integrierten, großflächigen Lebensmitteleinzelhandelsmarkt umgesetzt werden. Mit dem Projekt können folgende Sanierungsziele umgesetzt werden:
- Schaffung einer wohnortnahen Nahversorgung für den Ortskern und die angrenzenden Wohngebiete
- Belebung des Ortskerns Ramersdorf
- Stärkung des Ensembles durch eine Entwicklung der straßenbegleitenden Grundstücke, die die denkmalfachlichen Belange und die Sichtachsen der Einzeldenkmäler berücksichtigt.
- Schaffung eines qualitätsvollen Wohnumfelds und Umsetzung von Sonderwohnformen, wie etwa für Azubis und Senior*innen.
Darüber hinaus soll für die Bürger*innen eine attraktive neue Wegeverbindung von der Ramersdorfer Straße zur Grünfläche an der Kirchseeoner Straße geschaffen werden.
Mit dem Wettbewerb soll in diesem gleichermaßen sensiblen wie robusten Umfeld für die Höhe und die Kubatur der geplanten Bebauung sowie für die Freiflächengestaltung eine geeignete Lösung gefunden werden. Als nächster Schritt ist die Durchführung einer Information der Bürger*innen vorgesehen, bei der die Möglichkeit besteht, Anregungen zur Entwicklung des Planungsgebiets einzubringen. Mit der Beauftragung eines Büros zur Vorbereitung des Wettbewerbs wird das konkrete Verfahren eingeleitet. Der Ortskern Ramersdorf ist einer der historischen und auch heute noch gut erkennbaren Dorfkerne im Münchner Stadtgebiet. Das Areal steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Zugleich ist der Dorfkern durch die umliegenden großen Straßenzüge des Innsbrucker Rings und der Rosenheimer Straße geteilt und von den angrenzenden Nachbarschaften isoliert und einer hohen Lärmbelastung ausgesetzt. Aus diesen Gründen ist der Ortskern Ramersdorf seit 2017 ein Gebiet der Stadtsanierung, in dem die Landeshauptstadt München gemeinsam mit dem Freistaat und dem Bund Fördermittel zur Behebung städtebaulicher Problemlagen und zur Realisierung von Potenzialen einsetzt.