In der letzten Woche der Internationalen Stummfilmtage werden im Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, einige Rekonstruierungen und Restaurierungen präsentiert. Eine davon ist in jahrzehntelanger Arbeit im Filmmuseum entstanden. Neben der Programmarbeit sind auch Restaurierung und Konservierung ein wichtiger Auftrag der Filmmuseen, um das kinematografische Erbe zu bewahren.
- Am Dienstag, 22. Juli, 20 Uhr, haben zwei Helden des Slapsticks ihren Auftritt auf der Leinwand: „The Tramp“ (1915) von und mit Charles Chaplin sowie „Go West“ (1925) von und mit Buster Keaton. Die musikalische Begleitung der beiden Filme übernehmen Sabrina Zimmermann an der Violine und Mark Pogolski am Flügel.
- Am Mittwoch, 23. Juli, 20 Uhr, präsentiert Andreas Thein den britischen Film „Song“ (1928), den er 2024 für das Filmmuseum Düsseldorf restauriert hat. Stephen Horne aus London begleitet den Film musikalisch.
- Vom Museum of Modern Art stammt die restaurierte Fassung der
viragierten Nitrokopie von „The Cat and the Canary“ (1927), eine Spukfilm-Komödie von Paul Leni, die am Freitag, 25. Juli, als deutsche Erstaufführung gezeigt wird, musikalisch begleitet von Stephen Horne und Frank Bockius am Schlagwerk.
- Das Filmmuseum München freut sich, nach jahrzehntelanger Arbeit das Drama „Die freudlose Gasse“ (1925) von G.W. Pabst zu zeigen, einen Film über das verarmte Wien in der Inflationszeit. Der Film wird am Samstag, 26. Juli, 20 Uhr, erstmalig in einer neuen Rekonstruktion gezeigt. Musikalisch begleitet von Sabrina Zimmermann und Mark Pogolski.
- Die Stummfilmtage enden am Sonntag, 27. Juli, 18 Uhr, mit einem besonderen Vortrag: Stefan Drößler führt bei „Die Anfänge des 3D-Kinos“ mit vielen Beispielen in die Frühgeschichte der 3D-Kinematografie ein. Denn 3D existiert schon länger, als man vermuten könnte: Schon 1936 gewann ein in 3D-gefilmter Kurzfilm den Oscar.
Alle Filme und Termine finden sich im Programmheft und online unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film.
Der Eintritt kostet 7 Euro beziehungsweise 5 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Der Kartenvorverkauf ist online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet. Das Filmmuseum hat vom 29. Juli bis zum 8. September Sommerpause. Am 9. September beginnt das neue Programm, das Ende Juli bekanntgegeben wird.