Morgen jährt sich zum ersten Mal der Beitritt der Stadt München zum globalen Fast Track Cities Netzwerk. Dessen Ziel ist es, die Krankheit AIDS bis 2030 weltweit zu besiegen, die Verbreitung von HIV zu verhindern sowie Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV aktiv zu bekämpfen. Darüber hinaus werden andere schwere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Hepatitis in den Fokus genommen. Dem Netzwerk gehören derzeit über 550 Städte weltweit an, darunter Berlin, Bochum, Frankfurt und Aachen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Mit dem Beitritt zu der Fast Track Cities Initiative hat München ein wichtiges Zeichen gesetzt. Es zeigt, dass wir aktiv dazu beitragen wollen, die weltweite HIV-Epidemie in absehbarer Zeit zu beenden. Gemeinsam sind wir stärker im Kampf für mehr Gesundheit und gegen Diskriminierung.“
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Das Gesundheitsreferat der Stadt München leistet mit dem kostenlosen und anonymen Test- und Beratungsangebot zu sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI) einen wichtigen Beitrag im Prozess der Überwindung von HIV und anderen Infektionserkrankungen. In unserer STI-Beratungsstelle können neben HIV auch Hepatitis B und C, Syphilis, Chlamydien und Gonorrhoe diagnostiziert werden.“ Zur Unterstützung der globalen Initiative hat München ein lokales Koordinationsgremium ins Leben gerufen, an dem die Münchner Aidshilfe, die Fachbereiche Infektiologie der Kliniken der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie das Gesundheitsreferat beteiligt sind. Dieses Gremium koordiniert die Vernetzung der in diesem Bereich tätigen Institutionen und Initiativen in München und unterstützt die Umsetzung der globalen Ziele vor Ort. Geplante Projekte sind die Evaluierung bestehender Präventions- und Testangebote sowie die Entwicklung von Empfehlungen zur Erweiterung und Optimierung dieser Angebote. Ein zentrales Anliegen ist die flächendeckende, zielgruppenspezifische Aufklärungsarbeit zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, ein breites, niederschwelliges Testangebot sowie der erleichterte Zugang – auch für Nichtversicherte – zu vorbeugenden Medikamenteneinnahmen wie der HIV-Präexpositionsprophylaxe.
Dr. Tobias Oliveira Weismantel, geschäftsführender Vorstand der Münchner Aids-Hilfe: „Als Münchner Aids-Hilfe setzen wir uns seit über 40 Jahren für Aufklärung, Prävention und gegen Diskriminierung ein. Die Fast-Track Cities Initiative bietet uns die Möglichkeit, dieses Engagement gemeinsam mit vielen Akteur*innen in unserer Stadt noch stärker zu bündeln und gemeinsam mehr zu erreichen.“