In München sind derzeit 52.623 (Datenstand März 2025) erwerbsfähige Menschen in 39.492 Bedarfsgemeinschaften auf das Bürgergeld angewiesen. Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften verzeichnet im März (aktuellster, revidierter Wert) eine gleichbleibende Tendenz gegenüber den Vormonaten und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent, die der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 0,6 Prozent angestiegen. Das geht aus dem Halbjahresbericht 2025 hervor, den das Jobcenter in der heutigen Sitzung des Sozialausschusses des Stadtrats vorgelegt hat. Aktuell sind 23.909 Arbeitslose im Rechtskreis SGB II in München gemeldet; dies entspricht einem Anstieg um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Rund 31.000 Menschen mit ausländischem Pass beziehen in München Bürgergeld, davon 6.994 Geflüchtete aus der Ukraine in einem Alter von über 15 Jahren. Der Anteil an Frauen beträgt hierbei 66 Prozent. Das Jobcenter München berät und unterstützt beim Eintritt in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt. Anette Farrenkopf, Geschäftsführerin des Jobcenters München: „Den meisten zugewanderten Menschen fehlen jedoch die Grundlagen, um als Fachkraft im Arbeitsmarkt durchzustarten: Über 50 Prozent der Geflüchteten in München haben keine Berufsausbildung und benötigen sprachlich noch mehr Unterstützung. Genau hier setzen die eingeführten Berufssprachkurse an, die gezielter auf den konkreten Bedarf am Arbeitsplatz ausgerichtet ist. Aufbauend auf den Integrationskursen bereitet der Sprachkurs die Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Geflüchtete auf das Erwerbsleben in Deutschland vor“. Die Integration Geflüchteter ist und bleibt somit ein Schwerpunkthema. Die Arbeit des Jobcenters besteht zu großen Teilen darin, bei der Integration in Arbeit zu begleiten, indem Arbeitgeber und Geflüchtete direkt zusammengebracht werden, die Sprachkompetenz parallel mit dem Arbeitseinstieg verbessert und der Weg in den Arbeitsmarkt somit verkürzt wird. Seit Januar 2025 hat das Jobcenter München mit einer App sein digitales Angebot erweitert. Über die App ist es möglich, Unterlagen direkt in die digitale Kundenakte zu senden, eine Veränderung mitzuteilen, dem Jobcenter eine Nachricht zu senden, einen Job zu suchen, Termine einzusehen oder zu vereinbaren. Auch der Antrag auf Bürgergeld lässt sich über die Jobcenter-App aufrufen.
Für Menschen, die sich mit digitalen Anwendungen schwer tun, eröffnete das Jobcenter München das CUP, eine Beratungsstelle mit umfassenden Qualifizierungsangeboten und einem integrierten Café. Leistungsberechtigte können im CUP digitale Anwendungen ausprobieren – außerhalb der Dienstgebäude, ohne Termin und in entspannter Atmosphäre. Computerarbeitsplätze, Schulungen und eine individuelle Beratung runden das Angebot ab. Das CUP befindet sich in der Orleansstraße 2 und ist werktags ganztägig geöffnet. Weitere Informationen zum neuen Angebot CUP unter https://cup-digital-muenchen.de.