Das Stadtarchiv erzeugt seit kurzem auf dem Dach seines Magazinneubaus in der Winzererstraße 68/Schleißheimer Straße 105 Strom durch Sonnenenergie – ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität der Landeshauptstadt.
Die neue Photovoltaik-Anlage produziert pro Jahr etwa 100.000 Kilowattstunden sauberen Strom. Das entspricht einer jährlichen CO₂-Vermeidung von rund 80 Tonnen. Realisiert wurde das Projekt durch eine enge Zusammenarbeit von Baureferat, Kommunalreferat und Stadtarchiv. Der jährliche Stromverbrauch des Stadtarchivs liegt bei etwa 170 Megawattstunden (Stand 2022). Auf rund 25 Kilometer Regalfläche lagern dort einzigartige historische Dokumente, darunter Urkunden, Akten, Fotos und Filme sowie eine 200.000 Bände umfassende Bibliothek. Diese wertvollen Bestände müssen in konstanten klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden. Dafür sorgt eine spezialisierte Gebäudeleittechnik, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit rund um die Uhr überwacht und bei Bedarf automatisch reguliert – ein energietechnischer Kraftakt, der durch die neue Solaranlage nachhaltig unterstützt wird.
Ein Display in der Eingangshalle des Archivs informiert in Echtzeit über die momentane Leistung, den Gesamtenergieertrag sowie den durch die Anlage vermiedenen CO₂-Ausstoß – und macht so das Engagement für Klimaschutz unmittelbar erlebbar.
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Anzeige-Display und PV-Module am Dach des Stadtarchives (Foto: Jörg Steffens)
Bereits 2022 wurde angesichts der Energiekrise die Idee einer Solaranlage im Zuge der jährlichen Dachbegehung geboren. Die ohnehin anstehende Sanierung des Daches des Magazinneubaus, bei welcher auch die energetische Qualität des Gebäudes durch den Einbau einer neuen Wärmedämmschicht verbessert wurde, ermöglichte die Umsetzung ohne zusätzlichen baulichen Aufwand. Dank der angepassten gesetzlichen Rahmenbedingungen – insbesondere im Denkmalschutz – konnte das Vorhaben zügig genehmigt und umgesetzt werden.
Die Anlage speist bei Stromüberschuss ins öffentliche Netz ein. Ziel ist es, den gesamten Strombedarf des Archivs langfristig durch Eigenproduktion aus regenerativen Quellen zu decken – flankiert durch weitere Maßnahmen wie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung.
Mit dieser Maßnahme leistet das Dienstgebäude des Stadtarchives einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des „Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München“. Die Stadt hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden – die Stadtverwaltung sogar bereits bis 2030.
Weitere Infos unter https://risi.muenchen.de/risi/dokument/v/5158021 und https://stadt.muenchen.de/infos/stadtarchivmuenchen.html
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