Die Stadt München baut ihre Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen IT-Akteuren weiter aus. In einer neuen Partnerschaft mit der Verwaltungscloud.SH GmbH sowie den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg stärkt München die Entwicklung des offenen KERN Design-Systems – einem zentralen Baustein für moderne, barrierefreie und nutzerzentrierte digitale Verwaltungsangebote.
Mit dem gemeinsamen Engagement gehen die Partner einen wichtigen Schritt in Richtung digitaler Souveränität. Die Kooperation zeigt, wie föderale Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelingen kann – zwischen Kommune, Land und öffentlichen IT-Dienstleistern. KERN wird nicht nur von allen Partnern aktiv genutzt, sondern auch weiterentwickelt. Ziel ist es, digitale Angebote über Verwaltungsgrenzen hinweg einheitlich, effizient und für alle Menschen nutzbar zu gestalten.
IT-Referentin Dr. Laura Dornheim: „Als Landeshauptstadt München sehen wir in offenen Standards und Open Source einen zentralen Hebel für digitale Souveränität und nachhaltige Verwaltungsmodernisierung. Das KERN Design-System ermöglicht einheitliche, barrierefreie und benutzerfreundliche digitale Angebote für die Verwaltung – unabhängig davon, wo sie entwickelt werden. Als größte Kommune Deutschlands bringen wir unsere Expertise aktiv bei KERN ein und tragen damit zur Weiterentwicklung bei. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für skalierbare, wiederverwendbare und nutzerzentrierte Lösungen in ganz Deutschland.“
KERN stellt ein offenes Design-System für die öffentliche Verwaltung in Deutschland zur Verfügung und wird von einer bundesweiten Community aus Designern, Entwicklern und Projekt- und Produktverantwortlichen getragen. München und die Verwaltungscloud.SH GmbH übernehmen nun Verantwortung in der technischen Weiterentwicklung für das Frontend-Framework Vue.js – und machen KERN damit für viele weitere Anwendungen in der Verwaltung nutzbar. Auch in der eigenen Praxis setzen die Partner auf KERN: München nutzt das System künftig vermehrt in verschiedenen städtischen Webanwendungen, während Schleswig-Holstein KERN etwa für digitale Services im Bereich Kinder- und Jugendhilfe einführt.
Die Kooperation ist ein starkes Signal: Wenn große Städte wie München, innovative Länder wie Schleswig-Holstein und Hamburg sowie öffentliche IT-Dienstleister gemeinsam handeln, entsteht keine neue Insellösung – sondern eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur für die Verwaltung in Deutschland.
KERN ist ein nutzendenzentrierter, barrierefreier UX-Standard für die deutsche Verwaltung. Das von Hamburg und Schleswig-Holstein initiierte Projekt steht unter www.kern-ux.de sowie auf OpenCode als Open Source zur Verfügung.