Das Gesundheitsreferat hat gemeinsam mit dem Frauennotruf München, der Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität und mehreren Münchner Kliniken die Versorgung von Betroffenen nach sexueller Gewalt entscheidend verbessert. Das Projekt „Akutversorgung und vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung“ sieht vor, dass Betroffene in ausgewählten Kliniken standardisiert medizinisch versorgt werden und vertraulich Spuren sichern lassen können, auch ohne sofortige Anzeige bei der Polizei. Dieses Projekt ist nun für den MSD Gesundheitspreis 2025 nominiert – einen der bedeutendsten Preise für innovative Gesundheitsprojekte in Deutschland.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Wir wollen mit dem Projekt nicht nur die professionelle medizinische und psychosoziale Unterstützung nach sexueller Gewalt sichern. Durch die vertrauliche Spurensicherung haben Betroffene die Möglichkeit, sich auch noch zu einem späteren Zeitpunkt für eine Anzeige zu entscheiden. Das stärkt ihre Selbstbestimmung.“
Der MSD Gesundheitspreis wird am 14. Oktober an drei Projekte verliehen, außerdem gibt es bis zu vier Sonderpreise sowie einen Publikumspreis, für den das Münchner Projekt nominiert ist.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Wir wollen das Thema sexuelle Gewalt auch enttabuisieren und die Betroffenen ermutigen, Hilfe und Unterstützung bei Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen. Die Nominierung für den MSD Gesundheitspreis ist ein gutes Zeichen. Jetzt wollen wir den Publikumspreis auch gewinnen – und zählen auf Ihre Stimme!“ Abgestimmt werden kann unter https://go.msd.com/pp25n. Weitere Informationen unter www.msd.de/gesundheitspreis-2025, https://frauennotruf-muenchen.de/erste-hilfe-informationen-fuer-betroffene und http://www.muenchen.de/leben/erste-hilfe-nach-vergewaltigung-unterstuetzung-fuer-betroffene