Oberbürgermeister Dieter Reiter kondoliert der Witwe des verstorbenen Architekten Uwe Kiessler: „Mit großer Betroffenheit habe ich vom Tod Ihres Mannes Uwe Kiessler erfahren. Im Namen der Landeshauptstadt München und auch persönlich spreche ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aus.
Uwe Kiessler hat München über Jahrzehnte mitgestaltet: Neben dem Kunstbau im Lenbachhaus – einem architektonischen Raum, in dem Kunst und Architektur auf einzigartige Weise zusammenfinden – hat er mit seinem Büro zahlreiche stadtbildprägende Bauten realisiert. Dazu gehören die Erweiterung und Aufstockung des Literaturhauses München in den 1990er Jahren, der Wissenschaftspark Rheinelbe in Gelsenkirchen sowie der ,Kubus im Petuelpark‘, ein lichtdurchfluteter Ausstellungsraum über dem Petueltunnel, umgesetzt im Rahmen eines Kunst-am-Bau‐Projekts der Stadt München. Nicht zuletzt ist auch die Verwaltungszentrale der Bayerischen Rückversicherung am Tucherpark ein markantes Beispiel modernen städtischen Bauens. Und seine preisgekrönte Planung für das Rischarts Backhaus mitsamt Aufstockung zählt zu den herausragenden Gewerbebauten Münchens.
Ihr Mann hat mit klarem architektonischem Ausdruck Räume geschaffen, die weit über Funktion hinausgehen – sie ermöglichen Kommunikation, Begegnung und Kunst. Seine Bauten sind Ausdruck eines Engagements für Qualität, Öffentlichkeit und kulturelle Haltung. Es ist eine besondere Ehre für die Stadt München, dass die Wiederaufnahme der Dan Flavin-Installation im Kunstbau – der ursprünglichen Eröffnungsausstellung im Jahr 1994 – seinem Andenken gewidmet wird.
Liebe Frau Kiessler, es ist schwer, wenn ein langer gemeinsamer Weg zu Ende geht. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Kraft, Trost und Zusammenhalt. Seien Sie versichert, dass die Landeshauptstadt München sich Uwe Kiesslers immer in dankbarer Anerkennung erinnern wird und sein Wirken im Stadtbild Münchens sichtbar bleibt.“