Das Jüdische Museum, St.-Jakobs-Platz 16, bietet auch am kommenden Wochenende, 23. und 24. August, wieder Rundgänge durch die Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“ an, Samstag und Sonntag jeweils um 13.30 Uhr. 80 Jahre nach dem Holocaust setzt sich die Ausstellung mit der Frage transgenerationaler Traumata und dem emotionalen Erbe der Überlebenden auseinander. Damit knüpft sie an die immer dringender werdende Frage an, wie das Erinnern funktioniert, wenn kaum noch Zeitzeug*innen befragt werden können, die den Holocaust unmittelbar erlebt haben. Ihre Geschichten, aber auch ihre Traumata, haben sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Während die Zweite Generation mit den psychischen und physischen Verletzungen ihrer Eltern aufwuchs, blickt die Dritte Generation aus einer größeren zeitlichen Distanz auf die Familiengeschichte, in der Erinnerung und Schweigen, Familienmythen und -geheimnisse, erdrückendes oder fehlendes Familienerbe allgegenwärtig sind. Die Ausstellung „Die Dritte Generation“ ist noch bis zum 1. März 2026 zu sehen. Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/die-dritte-generation-2. Ausstellungsführungen sind immer samstags und sonntags im Angebot.
Der Zugang zu den Ausstellungsflächen ist barrierefrei. Die Ausstellungstexte sind in Leichter Sprache verfügbar. Besucher*innen, die zusätzliche Unterstützung benötigen, können sich an die Mitarbeiter*innen vor Ort wenden.