Neue synthetische Drogen in München
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Dr. Evelyne Menges, Manuel Pretzl und Thomas Schmid (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 21.7.2025
Antwort Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek:
In Ihrer Anfrage liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
„Neue synthetische Drogen wie beispielsweise Fentanyl oder Xylazin sind inzwischen leider auch in Europa und damit auch in Deutschland auf dem Vormarsch und werden von immer mehr Konsumenten missbräuchlich verwendet. In den USA spricht man schon seit Längerem sogar von einer Opioid-Epidemie. Eigentlich als Medikamente entwickelt, nimmt der Abusus von Fentanyl und anderen Mitteln als Droge bzw. Mittel zum Strecken von Drogen stark zu. Insbesondere Fentanyl erweist sich dabei als überaus gefährlich, da die Mengen, die zu einer tödlichen Überdosis führen können, sehr gering sind. Dies zeigen auch aktuelle Zahlen: Über ein Drittel aller Todesfälle bei Drogentoten ist auf Vergiftungen mit Opiaten und Opioiden zurückzuführen.“
Herr Oberbürgermeister Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung weitergeleitet.
Bevor wir auf Ihre Fragen zur Situation in München eingehen, eine Erläuterung zur Unterscheidung „synthetische Drogen“ und „synthetische Opioide“:
Synthetische Drogen
Synthetische Drogen sind psychoaktive Substanzen, die ohne einen natürlichen Ausgangsstoff im Labor hergestellt werden, wie z.B. Ecstasy (MDMA), Speed (Amphetamin) oder LSD (Lysergsäurediethylamid). Häufig wird die chemische Struktur bekannter Drogenwirkstoffe abgewandelt, um gesetzliche Bestimmungen nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) zu umgehen. Typische Bezeichnungen dieser Substanzen sind Designerdrogen, Research Chemicals oder Legal Highs. Die ersten synthetischen Drogen kamen bereits im 19. Jahrhundert auf den Markt. Einige dieser Substanzen, wie z.B. Amphetamin und LSD, entwickelten sich weltweit zu etablierten Partydrogen. Ihren Durchbruch hatten synthetische Drogen in Deutschland zunächst im zweiten Weltkrieg durch den Konsum während Kriegseinsätzen. Anfang der 1990er Jahre wurden sie in der damals auflebenden Techno- und Rave-Kultur konsumiert. Heutzutage findet der Konsum von synthetischen Drogen szenenübergreifend statt. Ausführliche Informationen zu synthetischen Drogen finden Sie in der Broschüre „Syn-thetische Drogen – Basisinformationen“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Basisinfo_Synthetische_Drogen_BFREI.pdf)
(Synthetische) Opioide
Opiate sind Substanzen, die direkt aus dem Milchsaft des Schlafmohns gewonnen werden, wie z.B. Morphin oder Codein. Opioide umfassen neben Opiaten synthetisch oder halbsynthetisch hergestellte Stoffe. Synthetische bzw. halbsynthetische Opioide ahmen die Wirkung von Morphin nach. Das bekannteste halbsynthetische Opioid ist Heroin.
Opioidhaltige Schmerzmittel sind bei korrekter Anwendung wichtiger Bestandteil der Schmerzbehandlung, weisen jedoch ein hohes Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial auf. Zu ihnen gehören z.B. Fentanyl, Tilidin, Tramadol und Oxycodon.
Substitutionsmittel wie Methadon, Polamidon und Subutex zählen ebenfalls zu den synthetischen Opioiden. Sie dienen der Behandlung einer Opioidabhängigkeit, werden aber auch missbräuchlich konsumiert.
Fentanyl
Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das erstmals 1960 hergestellt wurde. Fentanyl und seine Derivate werden sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin als Schmerz- und Betäubungsmittel in Form von Injektionen, Schmerzpflastern oder (Lutsch-)tabletten verwendet. Fentanyl wird seit 1979 auch illegal – vor allem in China und Mexiko – hergestellt. Dem nicht-pharmazeutischen Fentanyl wird in den meisten Fällen Heroin beigemischt. Aufgrund seiner hohen Potenz und der geringeren benötigten Menge ist Fentanyl leichter zu schmuggeln als Heroin. Aktuelle Untersuchungen in deutschen Drogenkonsumräumen zeigen, dass auch in Deutschland immer häufiger Heroin mit Fentanylbeimischungen verkauft und konsumiert wird. Eine Fentanylkrise wie in den USA zeichnet sich in Deutschland jedoch nicht ab. Der zentrale Unterschied: In den USA wurden opioidhaltige Schmerzmittel wie Oxycodon oder Fentanyl über Jahrzehnte unkritisch bei verschiedenen Schmerzen verschrieben.
Ein Fachgespräch mit dem Thema „Handlungsstrategien für Fentanyl und andere synthetische Opioide“ aus dem Jahr 2024, zu dem der damalige Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert eingeladen hatte, kam zu dem Ergebnis, dass Deutschland bislang mit einem guten System der Arzneimittelkontrolle und einem starken Gesundheits- und Suchthilfesystem eine Fentanylkrise wie in den USA verhindern konnte. Die Entwicklungen in Europa/Deutschland werden aber von allen Expert*innen weiterhin genau beobachtet.
Neue Synthetische Opioide (NSO):
Zu den neuen synthetischen Opioiden (NSO), die keine medizinische Verwendung haben, zählen unter anderem Nitazene, deren Verbreitung auf dem europäischen Schwarzmarkt zunimmt. Diese Substanzen werden häufig „etablierten“ Suchtmitteln beigemischt. Die aktuell erwartete Heroinknappheit führt beispielsweise dazu, dass Heroin vermehrt mit Nitazenen und anderen Substanzen gestreckt wird. Darüber hinaus werden Nitazene in Form von gefälschten Tabletten, oder unter dem Decknamen „Forschungschemikalien“ in Online-Shops verkauft. Sie zeichnen sich durch eine hohe Potenz aus, einige wirken über hundertmal stärker als Heroin, was das Risiko von Vergiftungen und Todesfällen erhöht.
Xylazin
Xylazin wird in der Tiermedizin als Analgetikum (Schmerzmittel), Sedativum (Beruhigungsmittel) und Muskelrelaxans eingesetzt und ist für Menschen nicht zugelassen. Das Arzneimittel ist billig und potenziert Opioid-Effekte. Xylazin wird in Puerto Rico und den USA von Drogendealern als Streckmittel für Opioide verwendet. In der Drogenszene ist Xylazin unter dem Straßennamen „Tranq“ bekannt. In Deutschland spielt Xylazin auf dem illegalen Drogenmarkt bislang praktisch keine Rolle.
Die in Ihrer Anfrage aufgeworfenen Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung von Stellungnahmen des Bayerischen Landeskriminalamts und des Münchner Polizeipräsidiums wie folgt:
Frage 1:
Wie hat sich die Entwicklung des Opioidkonsums, insbesondere in Zusammenhang mit Fentanyl in München nach Einschätzung der Stadtverwaltung in den letzten Jahren entwickelt?
Antwort:
In Städten mit Drogenkonsumräumen und Drug-Checking-Möglichkeiten wie z.B. in Hamburg oder Zürich ist die Datenerfassung und das Beobachten von Veränderungen im Bereich des illegalen Drogenkonsums wesentlich einfacher und fundierter möglich als in München.
Aus der Polizeistatistik (Rauschgiftdelikte) und den Abwasseruntersuchungen lässt sich schließen, dass die in München am häufigsten konsumierten illegalen Drogen Kokain, Ecstasy (MDMA), Amphetamine, Heroin,Methamphetamin und Ketamin sind. Crystal Meth und Crack sind im Vergleich zu anderen Großstädten bzw. Regionen in München (noch) nicht so verbreitet.
Zu weiteren münchenspezifischen Daten verweisen wir auf unser ausführliches Antwortschreiben „Nutzung von illegalen Substanzen bei suchterkrankten Menschen in München“ vom 5.6.2025 auf die Anfrage Nr. 20-26 / F 01138 von DIE LINKE./Die PARTEI Stadtratsfraktion München. In diesem Antwortschreiben werden die Zahlen der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS), Auswertungen des Bezirks Oberbayern und die Auswertung der jährlichen Konsummusterbefragung in der Einrichtung Drogennotdienst München L 43 dargestellt. Dabei zeigt sich ein Rückgang beim Heroinkonsum, ein Anstieg des Kokainkonsums und ein relativ gleichbleibender missbräuchlicher Konsum von Fentanyl. Im Jahr 2024 antworteten über 50 % der Fentanyl-Konsumierenden, dass sie diese Substanz nur selten konsumierten.
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(Datenauswertung Drogenkonsum 2024, Prop e.V. Drogennotdienst L43)
Frage 2:
Wie viele Menschen sind infolge einer Überdosierung durch Opioide in München in den letzten fünf Jahren verstorben? Wie oft war dabei auch Fentanyl im Spiel?
Antwort:
Laut der Statistik des Bundeskriminalamtes gab es im Jahr 2024 deutschlandweit 2.137 rauschgiftbedingte Todesfälle, davon verstarben in Bayern 219 und in München 45 Personen.Die meisten Todesfälle gab es 2024 im Zusammenhang mit Heroin und Kokain/Crack bzw. im Zusammenhang mit Mischkonsum.
Todesfälle in Verbindung mit Fentanyl
Im Jahr 2024 verstarben in Deutschland 22 Personen an einer monovalenten und 76 Personen an einer polyvalenten Vergiftung in Verbindung mit Fentanyl. Im selben Jahr gab es in Bayern 21 Todesfälle im Zusammenhang mit Fentanyl. In der bundesweiten Statistik der drogenbedingten Todesfälle kann ein langjähriger Rückgang der Fälle im Zusammenhang mit Fentanyl beobachtet werden (Siehe Institut für Therapieforschung, Januar 2025: Trendspotter, Synthetische Opioide)
Todesfälle in Verbindung mit Xylazin werden in der Statistik des BKA/LKA nicht aufgeführt.
Ausführliche Informationen zur Statistik der Drogentodesfälle in Deutschland finden Sie hier: https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/themen/suchtstoffe-und-suchtformen/illegale-substanzen/
Laut Rückmeldung des Bayerischen Landeskriminalamtes stellen die häufigsten Todesursachen bei Rauschgifttodesfällen in München opiat-basierte Stoffe dar, insbesondere Heroin oder Substitutionsmittel wie Methadon.
Die nachfolgende Tabelle stellt die durch die Polizei ermittelten Rauschgifttodesfälle der letzten fünf Jahre dar. Als eigene Spalten sind die Todesfälle mit den Ursachen Fentanyl und weiteren synthetischen Opioide aufgeführt. Es zeigt sich, dass Fentanyl und andere synthetische Opioide bisher in München bei den Todesfällen keine große Relevanz haben.
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Tabelle Bayerisches Landeskriminalamt; Zeitpunkt der Abfrage: 24.7.2025
Frage 3:
Wie hoch ist nach Kenntnis oder Einschätzung der Stadtverwaltung der Anteil an mit Fentanyl gestrecktem Heroin in München? Wie hoch ist nach Kenntnis oder Einschätzung der Stadtverwaltung der Anteil an mit anderen (nicht Fentanyl) synthetischen Opioiden gestrecktem Heroin in München?
Antwort:
Zu dieser Frage haben wir vom Polizeipräsidium München die Rückmeldung erhalten, dass dem Bayerischen Landeskriminalamt zwar Einzelfälle von mit Fentanyl oder anderen synthetischen Opioiden gestrecktem Heroin bekannt sind, dies aber nicht die Regel darstellt. Belastbare Zahlen hierzu sind nicht vorhanden.
Aus anderen deutschen Städten mit Drogenkonsumräumen werden in den letzten Jahren immer wieder Fälle von gestrecktem Heroin mit Fentanyl oder Nitazenen berichtet. Dazu werden Konsumreste der in den Drogenkonsumräumen konsumierten Substanzen analysiert. Da Drogenkonsumräume und Drug-Checking in Bayern nicht erlaubt sind, gibt es zu dieser Frage auch von den Trägern der Suchthilfe und von Seiten des Gesundheitsreferates keine belastbaren Daten.
Frage 4:
Wie hoch war die Anzahl an Straftaten aufgrund von Weitergabe und Weiterverkauf von Fentanyl und anderen, neuen synthetischen Drogen in München in den letzten Jahren?
Antwort:
Vom Polizeipräsidium München haben wir die Rückmeldung erhalten, dass zu dieser Frage leider keine Aussage getroffen werden kann. Verstöße mit Fentanyl werden bei der bayerischen Polizei unter dem Sammelbegriff „sonstige Betäubungsmittel“ geführt. Eigene Deliktschlüssel für Fentanyl sind nicht vorhanden. Daher liegen dazu auch keine belastbaren Zahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) vor.
Frage 5:
Wie reagiert die Stadtverwaltung auf diese Entwicklung? Welche Maßnahmen ergreift sie, um dem zunehmenden Abusus von Fentanyl und anderen synthetischen Opioiden entgegenzuwirken?
Antwort:
a) Frühwarnsystem synthetische Opioide
Wie die oben genannten Zahlen belegen, gibt es in München (bislang) keinen zunehmenden Abusus von Fentanyl und anderen synthetischen Opioiden. Um zukünftigen Entwicklungen und dem vermuteten Anstieg von synthetischen Opioiden aufgrund der erwarteten Heroin-Knappheit entgegenzutreten, prüft die Suchthilfekoordination im Gesundheitsreferat derzeit mit dem Institut für Therapieforschung, den Suchthilfeträgern und weiteren Expert*innen aus dem Gesundheitssystem die Möglichkeiten eines Frühwarnsystems (Early Warning System) für München. Diese Frühwarnsysteme und Maßnahmenpläne gibt es bereits auf europäischer Ebene (EU Early Warning System on NPS) und bei der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD). Das dort angesiedelte Projekt NEWS (National Early Warning System) wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Im Rahmen dieses Projekts wurde im Januar 2025 ein Papier zu Synthetischen Opioiden veröffentlicht (https://mindzone.info/news)
b) Austausch in Gremien zu neuen Substanzen
Im Rahmen der verschiedenen Gremien der Suchthilfe, u.a. dem AK Sucht des Gesundheitsreferates, dem AK Jugend und Sucht von Gesundheitsreferat und Stadtjugendamt, dem AK Akzeptierende Drogenarbeit, dem AK Frauen* und Sucht und der Drogen-AG erfolgt ein regelmäßiger Austausch der Expert*innen aus der Praxis untereinander und mit dem Gesundheitsreferat zu aktuellen Entwicklungen. In diesen Gremien werden auch Hinweise und Warnungen zu aktuellen Substanzen weitergegeben. Die Suchthilfekoordination im Gesundheitsreferat ist auch im Austausch mit der Bayerischen Akademie für Suchtfragen (BAS), mit dem Institut für Therapieforschung (IFT) und den suchtmedizinischen Abteilungen der Münchner Kliniken.
c) Naloxon-Programm
Ein wichtiger Baustein, um den Gefahren durch Überdosierungen mit Heroin und synthetischen Opioiden zu begegnen, ist die Schulung von Drogenkonsumierenden und Fachpersonal zu Naloxon sowie die Möglichkeit, Naloxon in Form eines Nasensprays mit nach Hause zu nehmen. Naloxon ist ein Opioid-Antagonist, der die Wirkung von Opioiden (Heroin, Fentanyl, Methadon etc.) innerhalb von Minuten für eine gewisse Zeit aufhebt. In allen Münchner Kontaktläden für Drogenabhängige werden regelmäßig Naloxon-Schulungen durchgeführt. Weitere Informationen zum Einsatz von Naloxon im Drogennotfall finden Sie hier: https://www.naloxontraining.de/oderhier:https://www.condrobs.de/hilfe/naloxon/
d) Mindzone
Um junge Menschen auf Partys und im Nachtleben zu erreichen, gibt es seit vielen Jahren das Projekt „mindzone – sauber drauf!“ Mindzone isteine Präventions-Initiative von jungen Partygänger*innen, die 1996 in München entstanden ist und mittlerweile bayernweit im Nachtleben tätig ist. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention unterstützt und finanziert das Projekt. Die Informationen von mindzone über illegale Drogen und die Warnung vor gefährlichen Substanzen werden in Clubs und auf Partys, auf der Webseite von mindzone, mit dem Podcast „sauberdrauf!“ und über soziale Medien verbreitet. Weitere Informationen: https://mindzone.info/
e) Jugendsuchtberatung
Seit dem 1.6.2025 fördert das Gesundheitsreferat zwei Jugendsuchtberatungsstellen in München. Die neuen Beratungsstellen in der Trägerschaft von Condrobs e.V. und Prop e.V. sind wichtige Anlaufstellen, um junge Menschen mit problematischem, riskantem Konsum von Suchtmitteln
oder Medien zu erreichen.
f) Aufklärung durch die Einrichtungen der Suchthilfe in München
Der Drogennotdienst München L 43, die Streetwork für Drogenabhängige und alle Kontaktläden und Suchtberatungsstellen in München beraten seit vielen Jahrzehnten drogenkonsumierende und drogenabhängige Menschen in München. Die Mitarbeitenden in den Einrichtungen informieren ihre Klient*innen und Besucher*innen täglich über die Gefahren und Risiken von neuen unbekannten Substanzen. Diese Einrichtungen werden vom Bezirk Oberbayern und der Landeshauptstadt München/Gesundheitsreferat gefördert. Das Gesundheitsreferat bezuschusst diese Einrichtungen mit jährlich 1.393.000 Euro (Haushaltsansätze 2025).