Am Dienstag, 16. September, um 19 Uhr findet im Forum Atelier der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, ein Gespräch mit dem Titel „Das Erbe von Elisabeth Braun“ statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Elisabeth Braun entstammte einer jüdischen Münchner Familie und trat 1920 in die Evangelisch-Lutherische Kirche ein. 1934 erwarb sie das Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße 23. Als Jüdin wurde sie von den Behörden des NS-Regimes systematisch entrechtet und beraubt. Im November 1941 wurde sie nach Kaunas verschleppt und ermordet. In ihrem Testament setzte sie die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern als Alleinerbin ein. Ende der 1960er Jahre veräußerte die Kirche das Hildebrandhaus an einen Immobilienspekulanten. Der Abriss konnte in letzter Minute abgewendet werden. Seit 1977 ist das Hildebrandhaus Sitz der Monacensia.
Wie blicken die Evangelisch-Lutherische Kirche und die Monacensia heute auf das Erbe von Elisabeth Braun? Darüber sprechen Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, und Anke Buettner, Leiterin der Monacensia. Die Moderation übernimmt Felicitas Friedrich. Weitere Infos zur Monacensia unter http://www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia.
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