Das Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, verwaltet den Nachlass des Autors, Filmkritikers und Filmemachers Wolf-Eckhart Bühler, der am 17. September 80 Jahre alt geworden wäre. Aus diesem Anlass wird am Donnerstag, 18. September, um 19 Uhr die vom Filmmuseum
restaurierte Fassung seines semidokumentarischen Spielfilms „Amerasia“ aus dem Jahr 1985 gezeigt. Hella Kothmann, Bühlers Arbeits- und Lebensgefährtin, führt in den Film ein.
Wolf-Eckhart Bühler studierte Theaterwissenschaften und Politik und war ab 1972 Redakteur der Zeitschrift Filmkritik. Die dunkle Seite Amerikas interessierte ihn schon immer. Um die Auswirkungen des Vietnamkriegs in Asien sichtbar zu machen, drehte er mit kleinstem Budget in Thailand den semidokumentarischen Film „Amerasia“. Bühler interessierten die Opfer dieses Krieges: die in Thailand gestrandeten Vietnam-Veteranen und die von US-Soldaten gezeugten Kinder, die häufig in Waisenhäuser abgeschoben wurden. Der Ex-GI John Scott (John Anderson, der selbst zwei Jahre Soldat in Vietnam war) führt im Film Gespräche mit Menschen, die auf ihre Weise infolge des Krieges von Heimatlosigkeit geprägt sind. Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Kartenvorverkauf ist online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet. Weitere Informationen zum Programm finden sich unter http://www.muenchner-stadtmuseum.de/film.