Am kommenden Samstag, 20. September, startet das diesjährige Oktoberfest. Aus diesem Anlass weist das Stadtjugendamt alle Eltern darauf hin, was bei einem Besuch der Wiesn beachtet werden sollte. Wer mit Kleinkindern und Kindern unterwegs ist, für den sind die Mittagszeit und der frühe Nachmittag besonders zu empfehlen. Hier entzerren sich erfahrungsgemäß die Besucherströme. Von Besuchen am Wochenende ist abzuraten. Bis 19 Uhr besteht zum Stillen und Wickeln die Möglichkeit, sich in einen Raum der Festleitung im Servicezentrum Theresienwiese zurückzuziehen.
Eltern sollten mit ihrem Kind einen Treffpunkt vereinbaren, falls sie sich verlieren. Völlig ungeeignet dafür sind die Bavaria, das Riesenrad oder der Haupteingang. Dort herrscht stets ein unübersichtliches Gedränge. Geeignet als Treffpunkt ist zum Beispiel der Eingang zur Festleitung im Servicezentrum. Das Servicezentrum befindet sich direkt hinter dem Schottenhamel-Zelt. Es empfiehlt sich, am Anfang des Wiesnbummels gemeinsam dorthin zu gehen, um sich die Treffpunkte einzuprägen. Außerdem sollte ein eingeschaltetes Mobilfunkgerät mitgeführt werden, damit eine rasche Kontaktaufnahme zu den Begleitpersonen möglich ist.
Sehr bewährt hat sich, den Kindern einen Zettel mit Telefon- und Mobilfunknummern mitzugeben, unter denen die Eltern bzw. Angehörige sicher erreichbar sind. Eltern, die ihre Kinder nicht mehr finden, sollten am besten Schausteller, Zeltpersonal, Ordnungsdienste oder die Polizei ansprechen. Für Familien mit Kleinkindern und Säuglingen sind die herkömmlichen Festzelte aufgrund des Gedränges und der Lautstärke oft nicht zu empfehlen. Hier bietet die Oide Wiesn eine ruhige Alternative mit günstigeren kindgerechten Angeboten. Ebenso sei erwähnt, dass es auch 2025 wieder mehrere kostenlose Trinkwasserbrunnen auf dem Festgelände geben wird.
Hinsichtlich des Jugendschutz-Gesetzes sowie der Oktoberfest-Verordnung gelten auf der Wiesn folgende Regeln:
- Der Besuch eines Bierzeltes ist Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
- Kindern unter sechs Jahren ist der Aufenthalt in Bierzelten ab 20 Uhr untersagt – auch in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person.
- Samstags und am 3. Oktober besteht ein ganztägiges Kinderwagenverbot auf dem Festgelände. An allen anderen Tagen gilt das Kinderwagenverbot ab 18 Uhr.
- Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Aufenthalt auf der gesamten Festwiese nach 20 Uhr nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
- Das Mitbringen von Glasflaschen auf das Festgelände ist verboten.
- Der Ausschank von Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist ihnen der Konsum nicht zu gestatten.
- Ab 16 Jahren ist der Konsum von Bier, Wein und Sekt gestattet.
- Der Ausschank von spirituosenhaltigen Getränken (Schnaps, Cocktails, Wodka, usw.) an Jugendliche unter 18 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist der Konsum nicht zu gestatten.
- An Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Tabakwaren verkauft werden. Auch das Rauchen in der Öffentlichkeit ist Jugendlichen untersagt.
Bei Fragen zum Thema Kinder- und Jugendschutz sind die Mitarbeiter*innen des Stadtjugendamtes in der Jugendschutzstelle im Servicezentrum Theresienwiese (Eingang „Festleitung” hinter dem Schottenhamel-Zelt) von 18 bis 23.30 Uhr für Eltern, Kinder und Jugendliche da.
Hilfe für Mädchen und Frauen auf dem Oktoberfest
Ebenfalls steht im Servicezentrum wieder die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ zur Verfügung, um in Not geratene Frauen und Mädchen zu unterstützen. Die Aktion von AMYNA e.V., IMMA e.V. und der Beratungsstelle Frauennotruf München setzt sich für den Schutz von Mädchen und Frauen auf der Wiesn ein. Neben der Hilfe für Besucherinnen vor Ort sensibilisiert die „Sichere Wiesn“ seit 2003 die Stadtgesellschaft und setzt ein klares Zeichen gegen die Verharmlosung und Bagatellisierung von sexueller Gewalt. Nein heißt nein – auch auf dem Oktoberfest. Mädchen und Frauen, die Information, Hilfe und Beratung benötigen, finden den Safe Space im Servicezentrum auf der Theresienwiese (Eingang „Erste Hilfe“). Geöffnet hat die Anlaufstelle an allen Wiesntagen von 18 bis 1 Uhr, freitags und samstags sowie am 02./03.10.2025, bereits ab 15.30 Uhr.
Nähere Informationen zur „Sicheren Wiesn“ sowie den Lageplan für den Safe Space auf dem Oktoberfest sind zu finden auf der Internetseite http://sicherewiesn.de sowie auf den Social Media Kanälen auf Instagram und Facebook.
Auf dem Festlegende und im Umfeld der Theresienwiese sind an Freitagen und Samstagen jeweils Condrobs-Streetworker*innen unterwegs. Sonst auf der sogenannten Münchner Partymeile eingesetzt, stehen sie hier vor Ort den jungen Wiesngästen mit Präventions- und Unterstützungsangeboten zur Seite. Condrobs wirbt außerdem erneut für ein respektvolles und friedliches Miteinander auf der Wiesn mit der Aktion „WiesnGentleman“. Mit dem Präventionsprojekt und täglicher Präsenz am Esperantoplatz während der Woche von 15 bis 19 Uhr und am Wochenende von 13 bis 17 Uhr werden vor allem männliche Wiesn-Gäste darin bestärkt, die persönlichen Grenzen anderer Gäste zu respektieren und sich für ein friedliches Fest stark zu machen.