Der Drogennotdienst „L 43“ des Trägers Prop e.V. ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle, wenn der Drogenkonsum sie in Not bringt. Hier finden jährlich mehr als 6.000 Beratungen statt. Bürgermeisterin Verena Dietl hat nun gemeinsam mit Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek die Einrichtung besucht. Geschäftsführer und Einrichtungsleitung stellten das Drogenhilfezentrum und die verschiedenen Angebote des Hauses vor. Die Einrichtung in der Landwehrstraße 43 bietet drogenabhängigen Menschen einen Tagesaufenthalt mit Cafébetrieb, den Tausch gebrauchter Spritzen, Krisenberatung und Unterstützung in allen sozialen Belangen. Wer obdachlos ist, kann in der angegliederten Notschlafstelle ein Bett für die Nacht erhalten und rund um die Uhr können drogenkonsumierende Personen Beratung in Anspruch nehmen.
Bürgermeisterin Dietl: „Der Drogennotdienst ist ein zentrales Angebot der Münchner Suchthilfe, das neben der Hilfe für die suchtkranken Klient*innen auch zur Entlastung des Bahnhofsgebiets und seiner Anwohnenden sowie Gewerbetreibenden beiträgt. Drogenabhängige Menschen benötigen zuerst vorbehaltlose Hilfe und Unterstützung, bevor sie weitere Schritte zu ihrer Stabilisierung unternehmen können. Prop e.V. und die Mitarbeitenden des Drogennotdienstes leisten hier eine sehr engagierte, wenn auch herausfordernde Arbeit.“
.jpeg)
Bürgermeisterin Verena Dietl und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek mit der Geschäftsführung und Leitung des Drogennotdienstes L43. (Foto: LHM)
Gefördert wird die Einrichtung durch den Bezirk Oberbayern und die Landeshauptstadt, die 24-Stunden-Beratung durch den Freistaat Bayern. Doch diese Förderung muss der Freistaat zum Ende des Jahres einstellen, was den Gesamtzusammenhang der Angebote des Drogennotdienstes
gefährdet. Der Träger Prop e.V. hat zwischenzeitlich ein Modellprojekt beim Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention beantragt, das den Fehlbetrag für die nächsten zwei Jahre weitgehend ausgleichen würde.
Gesundheitsreferentin Zurek: „Auch in Zeiten großer Haushaltsdisziplin müssen wir Einrichtungen wie den Drogennotdienst sichern. Sie sind elementar wichtig für die Gesundheit besonders belasteter Menschen und für den sozialen Frieden in der Stadt. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Aufgabe mit gemeinsamen Anstrengungen bewältigen können.“