Das NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, lädt am Montag, 29. September, um 17 Uhr ein zum Gespräch „NS-Ideologie, Bildhauerei und Wiedergutmachungspolitik“ mit den Künstler*innen Angela Stiegler und Samuel Fischer-Glaser sowie der Kuratorin Magdalena Wisniowska. Gemeinsam untersuchen sie die Verbindung zwischen Bildhauerei, NS-Ideologie und den blinden Flecken der Erinnerungspolitik. Im Fokus steht dabei eine Riege an Münchner Künstlern, die nahtlos die Regimewechsel zwischen Monarchie, NS-Diktatur und Adenauer-BRD
überstanden hat. Kontrastiert werden ihre Biografien mit Dr. Philipp Auerbach, der als politisch Verfolgter und jüdischer Überlebender sich 1952 nach einer schauprozessartigen Verurteilung wegen Veruntreuung und Betrug das Leben genommen hat. Während die Bildhauerei besagter Künstler das Stadtbild nachhaltig geprägt hat, ist das Schicksal Auerbachs heutzutage weitgehend vergessen. Diesem Missverhältnis nachgehend fragen die Diskutant*innen, welche Darstellungen im Stadtbild sichtbar sind und welche Geschichten nicht vorkommen, um so die Versäumnisse der sogenannten Wiedergutmachung zu thematisieren.
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