Die Begleitgruppe zur Münchner Kitaförderung, bestehend aus Vertretungen von Verwaltung, Trägern, Eltern und Stadtrat, hat Anpassungen für die Müncher Kitaförderung (MKf) erarbeitet. Die Anpassungen innerhalb des Fördersystems sollen eine bessere Handhabung für die Träger ermöglichen und die Finanzierung stabilisieren. An verschiedenen Stellschrauben wird es Verbesserungen für die Träger geben, welche dazu führen, dass Finanzlücken bei den Trägern geschlossen werden. Zur Gegenfinanzierung wird der Verpflegungskostenzuschuss für die Kitas entfallen und die dadurch freiwerdenden Gelder fließen in andere Bereiche der Förderung.
Die allgemeinen Gebühren in Hort und Krippe bleiben weiterhin stabil; Münchens Kitagebühren gehören zu den niedrigsten in Bayern. Der Kindergarten bleibt weiterhin gebührenfrei. Gleichzeitig stehen allen Familien die gewohnten Unterstützungsangebote über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) sowie die wirtschaftliche Jugendhilfe offen, um steigende Verpflegungskosten abzufedern.
Der Verpflegungskostenzuschuss wurde bisher nur von etwa 47 Prozent der Einrichtungen genutzt. Dessen Wegfall ermöglicht es, die allgemeine Finanzierung zu verbessern, was allen geförderten Trägern zugutekommt und neue Träger für die Förderung gewinnen kann. Die Planungssicherheit steigt, die Münchner Kitaförderung wird attraktiver – die Betreuungsqualität bleibt gesichert.
Die Entscheidung war keine leichte oder freiwillige: Politik, Verwaltung und Träger mussten kurzfristig und verantwortungsvoll reagieren, nachdem der Freistaat gesetzliche Verbesserungen verweigerte und zuletzt die andiskutierte Erhöhung der Förderung durch eine Erhöhung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) kassiert wurde, obwohl gleichzeitig der Freistaat das Krippengeld gestrichen und das Familiengeld halbiert hat. Die Anpassungen für die MKf konzentrieren sich auf eine nachhaltige Stabilisierung des Systems für alle. Gleichzeitig bleibt die Forderung an den Freistaat, Fördergelder direkt in die Grundförderung statt in kleinteilige Einzelmaßnahmen zu gießen, um die verantwortlich Handelnden, nämlich die Kommunen und die Träger, adäquat zu unterstützen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Der Freistaat muss die eingesparten Gelder aus Krippen- und Familiengeld direkt in höhere Zuschüsse für Kitas umsetzen. Sowohl Kommunen als auch Träger brauchen mehr Geld, um stabile Gebühren für die Familien zu gewährleisten. München hält unter schwersten Bedingungen seine städtische Förderung aufrecht, damit der Kindergarten kostenlos bleiben kann.“
Karin Majewski, Sprecherin der ARGE der Münchner Wohlfahrtsverbände: „Die Vorschläge der Begleitgruppe sind für die Kita-Träger in München eine deutliche Verbesserung und Erleichterung in der Finanzierung, auch wenn noch nicht alle offenen Punkte damit erledigt sind. Als große Wohlfahrtsverbände streben wir an, damit auch weiterhin eine gute und günstige Kita-Versorgung in München zu bieten.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Die Landeshauptstadt München investiert knapp 220 Millionen Euro an freiwilliger Förderung in die Münchner Kitaför- derung, um die Trägerlandschaft und die Familien in der Stadt so gut es geht zu unterstützen. Mit Bedauern mussten wir im Sommer zur Kenntnis nehmen, dass es nicht zur angekündigten und dringend notwendigen Reform des BayKiBiG kommen wird und der Freistaat Bayern sich somit aus seiner Verantwortung nimmt, die finanziellen Rahmenbedingung zur Finanzierung aller Kitaträger zu verbessern. Um die Münchner Kitaförderung zukunftsfähig aufzustellen und den Bedürfnissen der Träger so weit wie möglich entgegen zu kommen, strukturieren wir unsere Förderung um und verbessern damit die Situation aller Träger in der MKf.“