Die Kinder der Grundschule an der Forellenstraße sollen voraussichtlich ab Januar 2026 mit der Einrichtung von Münchens erster Schulstraße vor Autos – insbesondere dem Bringverkehr von Eltern – geschützt werden. Bestimmte Straßenabschnitte werden dazu von 7.30 bis 8 Uhr gesperrt. Gestern Abend hat das Mobilitätsreferat zu einer Informationsveranstaltung in die Grundschule eingeladen, zu der rund 40 Eltern und Anwohner*innen gekommen sind, um ihre Fragen zu den Zufahrtsregelungen, Ausnahmegenehmigungen und Bringzonen an Vertreter*innen des Mobilitätsreferats, der Schule, der Polizei und des Bezirksausschusses zu richten. Zudem konnten sie Anregungen und Bedenken einbringen. Bei den Fragen ging es vor allem um Ausnahmegenehmigungen und deren
Beantragung. Viele dahingehende Sorgen konnten im Gespräch beseitigt werden. Einig war man sich dabei stets über die Wichtigkeit, Maßnahmen für mehr Schulwegsicherheit umzusetzen.
Schulstraßen sind Straßen oder Straßenabschnitte im Umfeld von Grundschulen, die für einen bestimmten Zeitraum vor Schulbeginn für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Das soll den Verkehr vor den Schulen entzerren, unübersichtliche und heikle Situation vor dem Schultor reduzieren und den Kindern so einen sicheren und eigenständigen Schulweg ermöglichen. Daneben sind Schulstraßen oft auch ein Gewinn für die Nachbarschaft, weil der unübersichtliche Bringverkehr in den Morgenstunden reduziert wird, der ganz häufig auch Anwohnende beeinträchtigt. Vor der Grundschule an der Forellenstraße sollen die Brachsenstraße und der nördliche Teil der Forellenstraße Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertage) von 7.30 bis 8 Uhr gesperrt werden. Das Befahren und Parken mit Kraftfahrzeugen ist in den jeweiligen Straßenabschnitten nur mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt. Für die Zu- und Ausfahrt zu und von Stellplätzen auf privaten Grundstücken im Bereich der Schulstraße bedarf es keiner Ausnahmegenehmigung. Zu Fuß und mit dem Fahrrad können die gesperrten Straßen(-abschnitte) weiterhin normal genutzt werden. Die Einrichtung der Schulstraße im Umfeld der Grundschule an der Forellenstraße basiert auf einem Grundsatzbeschluss des Stadtrats von März und dem positiven Beschluss des zuständigen Bezirksausschusses Trudering-Riem im Juli. Das Mobilitätsreferat hat das Konzept erarbeitet und koordiniert und evaluiert das Projekt.