Das Gewerbegebiet am Rappenweg in Trudering soll zu einem gemischt genutzten, innovativen Quartier mit Wohnungen, Gewerbe, Kindertagesstätten, Einzelhandel sowie Grün- und Freiflächen entwickelt werden. Die Vollversammlung des Stadtrats hat heute die Eckdaten dafür beschlossen und grünes Licht für die nächsten Schritte des Bebauungsplanverfahrens gegeben. Ein Drittel des Areals ist für Gewerbe, zwei Drittel sind für Wohnbauflächen und Infrastruktureinrichtungen vorgesehen. Somit sollen zirka 2.000 bis 2.700 neue Wohnungen entstehen, davon die Hälfte im geförderten Wohnungsbau.
Das Areal liegt am östlichen Stadtrand Münchens zwischen dem Riemer Park und der Bahnlinie München-Rosenheim und grenzt an den Stadtteil Gronsdorf in Haar an. Seit den 1960er-Jahren siedelten sich auf der etwa 25,5 Hektar großen Fläche zahlreiche Gewerbebetriebe an. Mit den derzeitigen Eigentümer*innen wurde ein Planungs- und Nutzungskonzept für ein urbanes, gemischt genutztes Quartier entwickelt, das einen großen Anteil an Wohnungen vorsieht.
Eine Konzeptstudie erarbeitete einen städtebaulichen Vorentwurf für das neue Quartier, der geeignete Standorte für die Bebauung untersuchte. Danach sollen sich die Gewerbebauten entlang der Bahnlinie aufreihen. In die Höhe gestapelt, schirmen sie die nördlich daran anschließende neue Wohnbebauung vom Lärm der Bahntrasse ab. Für das neue Viertel sind ein Quartiersplatz mit Nachbarschaftstreff sowie hochwertige Grün- und Freiflächen geplant, die den Bewohner*innen als Erholungsflächen zur Verfügung stehen. Ein Hochhaus als Quartierszeichen soll sowohl Gewerbe als auch Wohnungen aufnehmen. Zudem soll eine schnelle Radweg- und Fußwegverbindung von München nach Osten in die Planung integriert werden. Berücksichtigt werden auch Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung mit Schwammstadtprinzipien, wie einem gezielten Regenwassermanagement, Durchlüftungsachsen, Großbaumstandorten und Dach- und Fassadenbegrünung. Ein stark versiegeltes Gewerbeareal wird so zu einem innovativen und gemischt genutzten Quartier am Riemer Park. Im nächsten Schritt soll ein kooperatives Gutachterverfahren mit drei Planungsgemeinschaften aus Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen und Fachplaner*innen folgen. Im Zuge dessen wird auch eine Öffentlichkeitsveranstaltung stattfinden. Das daraus resultierende Planungskonzept wird die Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren.
Nähere Informationen: https://stadt.muenchen.de/infos/rappenweg.html