Die Stadt München hat gemeinsam mit MCube Consulting und Expert*innen der Technischen Universität München (TUM) untersucht, welche wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Effekte eine mögliche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in München haben könnte. Das Ergebnis: Nicht die Spiele selbst, sondern die damit verbundenen Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte bringen den entscheidenden Mehrwert für München. Olympia wäre vor allem ein Beschleunigungsprogramm – ein Katalysator für Münchens Zukunft. Im Zentrum der Kurzanalyse standen 18 konkrete große Maßnahmen der städtischen Planung im Bewerbungskonzept: fünf Maßnahmen im Bereich Sportstätten, zehn Maßnahmen im Bereich Verkehr und Infrastruktur und drei Maßnahmen zur Stadtgestaltung. 13 der 18 größeren Maßnahmen betreffen wichtige Projekte – durch die Spiele könnten sie mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit und zugleich Jahre früher umgesetzt werden. Die Projekte – vom Tram-Ausbau über neue Radschnellwege und Parkmeilen bis zur Gestaltung öffentlicher Räume und der Entstehung des Olympischen Dorfs – haben das Potenzial, München langfristig ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich deutlich voranzubringen. Sie erzeugen weit über das mögliche Veranstaltungsjahr der Spiele hinaus nachhaltige Wirkung, indem sie Mobilität beschleunigen, Lebensqualität verbessern und die Stadt klimafreundlicher machen. Olympia könnte die Umsetzung dieser Maßnahmen um bis zu 25 Jahre beschleunigen.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Wir wollen München und unser Verkehrssystem fit für die Zukunft machen – und die Olympischen Spiele können uns dabei entscheidend helfen. Viele der Projekte, die München ohnehin braucht, können mit Olympia schneller realisiert werden. Das haben wir geahnt, die Ergebnisse von MCube Consulting bestätigen es nun eindrucksvoll. Olympia wäre kein Selbstzweck, sondern ein echter Schub für die nachhaltige Stadtentwicklung.“
Sportreferent Florian Kraus: „Es ist unser gemeinsames Ziel, nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele in München zu veranstalten, die einen bleibenden Gewinn für die ganze Stadtgesellschaft darstellen. Dass wir dazu die nötigen Möglichkeiten und Instrumente haben, hat die Studie nochmals aufgezeigt. Sie ist damit sowohl Bestätigung als auch Ansporn.“
Oliver May-Beckmann, Managing Director MCube / TUM: „Wir haben uns die 18 geplanten Maßnahmen im Detail angesehen – und die Ergebnisse sind eindeutig: Während Sportstätten nur begrenzte Effekte haben, sind es die Investitionen in Verkehr, Infrastruktur und Stadtgestaltung, die München wirklich transformieren können. Wenn Olympia diese Projekte beschleunigt, entsteht ein langfristiger Gewinn – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich.“
Die zentralen Ergebnisse der Analyse von MCube Consulting:
- Langfristiger Mehrwert: Infrastruktur- und Stadtentwicklungsmaßnahmen können ökonomische und ökologische Vorteile im mehrstelligen Milliardenbereich erzeugen.
- Kurzfristige Belastungen: Bau- und Organisationsphasen sind kostenintensiv, führen aber zu langfristigen Nutzengewinnen.
- Gesellschaftlicher Nutzen: Mehr Begegnung, Inklusion und neue öffentliche Räume stärken Zusammenhalt und Lebensqualität.
- Nachhaltige Mobilität: Tram, Radwege, Parkmeilen und ÖPNV-Ausbau bilden das Rückgrat der positiven Wirkung.
Die wesentlichen Empfehlungen der Studie lauten:
1. Kleine, schnelle Maßnahmen priorisieren – Tram, Radwege, Parkmeilen statt riskanter Großprojekte.
2. Olympia als Beschleuniger nutzen – für ohnehin geplante Infrastrukturmaßnahmen.
3. Effiziente Steuerung sicherstellen – durch klare Governance, gegebenfalls ein „Olympiagesetz“.
4. Transparente Kommunikation – Mehrwerte wirtschaftlich, ökologisch und sozial vermitteln.
5. Sportstätten nachhaltig planen – Fokus auf bestehende oder temporäre Anlagen.
Hintergrund
Die Studie „Kurzanalyse zur Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele in München“ wurde von MCube Consulting GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt München erstellt (August bis September 2025). Beteiligt waren: Dr. Daniel Schröder, Felix Waldner, Prof. Hanna Hottenrott, Prof. Gebhard Wulfhorst, Prof. Allister Loder, Dr. Nadia Alaily-Mattar und Oliver May-Beckmann. Sie basiert auf einer systematischen Auswertung früherer Olympischer Spiele, Expert*innen-Interviews sowie einer detaillierten Bewertung der 18 geplanten Maßnahmen der Stadt München. Vollständiger Abschlussbericht sowie ein Infosheet mit Kernergebnissen unter https://www.olympiabewerbung-muenchen.com/#downloads.
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- Kontakt für Presseanfragen: Andreas Haas, Referat für Bildung und Sport, Presse und Kommunikation, Telefon 233-83527, E-Mail presse.rbs@muenchen.de.
- Fachlicher Kontakt: Oliver May-Beckmann, Geschäftsführer MCube, Technische Universität München, Telefon 0176-43360258, E-Mail oliver.may-beckmann@mcube-cluster.com, Internet www.mcube-cluster.de sowie Dr. Daniel Schröder, Studienleiter Kurzanalyse zur Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Olympia Bewerbung 20XX, Managing Direktor MCube Consulting, E-Mail daniel.schroeder@mcube-cluster.com.