Die neue Feuerwache 5 in Ramersdorf ist jetzt nach acht Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht worden. Im neuen Gebäudekomplex sind vielfältige Organisationseinheiten untergebracht. Eine besondere Herausforderung waren die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs. Neben der Wachmannschaft nutzen auch Fachabteilungen der Direktion Technik die neue Wache. Darunter finden sich die Atemschutzwerkstatt, das Lager für medizinische Verbrauchsmittel und Medikamente, die Medizingerätetechnik und die Messgerätewerkstatt, die Desinfektion und Dekontamination, das Tauchwesen und das Gebäudemanagement. Auch die Bekleidungstechnik wurde von der Feuerwache 9 auf die neue Feuerwache 5 verlegt. Die Abteilung Einsatzvorbeugung zog ebenfalls in die neuen Räumlichkeiten ein. Der Wachmannschaft stehen großzügige Sozialräume, eine Sporthalle sowie Einzelruheräume zur Verfügung.
Außerdem werden Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutzes in den nächsten Wochen in die neue Fahrzeughalle im rückwärtigen Gebäudetrakt verlegt. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge der Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen aus den Bereichen Betreuung, Behandlung und Transport sowie der Sanitätseinsatzleitung. Diese ergänzen den Regelrettungsdienst bei größeren Einsatzlagen auch außerhalb von Katastrophenfällen.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Unsere Feuerwehr spielt neben den Einsatz- und Rettungskräften der Hilfsorganisationen eine zentrale Rolle für die Sicherheit in München. Das haben auch die jüngsten Ereignisse wie die Brandkatastrophe in der Lerchenau wieder deutlich gemacht. Dafür, dass unsere Feuerwehr diese wichtige Rolle ausfüllen kann, werden wir weiter sorgen – auch in der derzeitigen schwierigen Finanzlage.“ Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble: „Nach vielen Jahren intensiver Planung und Bauzeit haben wir nun eine moderne Wache, die unser tägliches Einsatzgeschehen, unsere Ausbildung und unsere Zusammenarbeit maßgeblich verbessern wird.“
Die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs waren eine Herausforderung, weil die Einsatzkräfte bei Alarmen durch die Arbeiten nicht behindert werden durften und jederzeit ein ungehindertes Ausrücken möglich sein musste. Während der gesamten Bauzeit haben viele Menschen aus verschiedenen Referaten, Planungsbüros und Organisationen konstruktiv und mit großem Engagement zusammengearbeitet .
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die Feuerwache 5 ist ein stadtbildprägender Bau, mit der künstlerischen Gestaltung der Außenfassade der Nachrichtenstelle ein echter Blickfang. Im Innern wird der Bau den technisch hochanspruchsvollen Bedarfen der Feuerwehr gerecht. Mit 39 neuen Dienstwohnungen, die wir in den oberen beiden Stockwerken unterbringen konnten, leisten wir einen wichtigen Beitrag des sozialen Ausgleichs. Bei allen Bauprojekten müssen wir immer sehr genau hinschauen, wie wir die knapp vorhandenen Flächen optimal nutzen können. Die Feuerwache 5 ist auch diesbezüglich ein Musterbeispiel.“
Aktionstag für die Bevölkerung
Auch die Münchnerinnen und Münchner können einen Blick in die neue Feuerwache 5 werfen. Unter dem Motto „Die Feuerwache 5 stellt sich vor“ findet am Samstag, 18. Oktober, ein Aktionstag statt. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, die neue Feuerwache zu besichtigen. Ab 9 Uhr werden spannende Vorführungen und informative Führungen angeboten. Für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.