Die Taskforce Bahnhofsviertel unter der Leitung des Kreisverwaltungsreferats hat den Alten Botanischen Garten wieder zu einem Ort gemacht, an dem die Münchner*innen sich gerne aufhalten. Nun verlegt sie ihren Schwerpunkt ins südliche Bahnhofsviertel, um auch dort die Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu verbessern. „Die Taskforce Bahnhofsviertel ist ein Erfolgskonzept, das zeigt, wie schnell wir in München Situationen verbessern können, wenn alle an einem Strang ziehen. Ich bin überzeugt, dass dieser Ansatz auch im südlichen Bahnhofsviertel funktionieren wird“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter, auf dessen Initiative die Taskforce vor knapp anderthalb Jahren entstanden ist.
Verstärkte Kontrollen und Sozialarbeit
In der Taskforce arbeiten verschiedene städtische Referate und das Polizeipräsidium München eng zusammen, um ein auf die Örtlichkeit zugeschnittenes Maßnahmenpaket zu entwerfen. Einige Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. So hat der Kommunalen Außendienst seinen Fokus ins südliche Bahnhofsviertel verlagert. Die Polizei München hat ihre Schwerpunkteinsätze, auch mit der Unterstützung der Bereitschaftspolizei, im gesamten südlichen Bahnhofsviertel intensiviert. Außerdem wird die Möglichkeit einer Videoüberwachung geprüft. Eine weitere Säule ist auch im südlichen Bahnhofsviertel die soziale Arbeit, für die die Taskforce verschiedene Träger*innen einbezieht.
Gestaltungskonzept für Baustellen
Um das Viertel trotz der Häufung von Baustellen übersichtlich und sauber zu halten, hat die Stadt ein Gestaltungskonzept für Bauzäune entwickelt, das Bauherr*innen entsprechende Auflagen macht. Indem das Bild der Baustellen vereinheitlicht und deren Umfeld aufgewertet wird, soll die Akzeptanz der Bevölkerung für die Bauprojekte gesteigert und das Sicherheitsgefühl gestärkt werden. Außerdem plant die Taskforce, die Beleuchtung und Sauberkeit im gesamten Viertel zu verbessern.
Austausch mit Anlieger*innen
Die Taskforce pflegt einen intensiven Austausch mit Gewerbetreibenden, Vereinen, Sozial- und Hilfsorganisationen sowie anderen Akteur*innen im südlichen Bahnhofsviertel. Verschiedene Vor-Ort-Termine und Begehungen, unter anderem mit dem Verein Südliches Bahnhofsviertel und Hoteliers, sowie Gespräche, beispielsweise mit der Tourismus Initiative München und der Deutschen Bahn, stellen sicher, dass die Anliegen der Akteur*innen im Viertel in die Planungen einfließen. Die Taskforce hat dazu auch direkte Kommunikationswege geschaffen, über die sie Anlieger*innen über ihre Pläne informiert und deren Anliegen kanalisiert.
„Die Zusammenarbeit mit den Anlieger*innen ist entscheidend, um positive Veränderungen herbeizuführen. Deshalb nimmt sich die Taskforce auch im südlichen Bahnhofsviertel viele Ressourcen für Gespräche und Ortstermine mit den Akteur*innen im Viertel“, sagt Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller.
Alter Botanischer Garten bleibt im Blick
Trotz der Schwerpunktverlagerung ins südliche Bahnhofsviertel behält die Taskforce ihre bisherigen Kernbereiche, wie den Alten Botanischen Garten, den Karl-Stützel-Platz und die Umgebung, im Blick und verfolgt die angestoßenen Maßnahmen dort weiter.