Einsamkeit im Alter ist ein ernstes gesellschaftliches Problem, das oft übersehen wird. Um auf die gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen aufmerksam zu machen, lädt die Münchner Arbeitsgemeinschaft Gerontopsychiatrie (marge) in Kooperation mit der Stadt München alle interessierten Bürger*innen zu einem Aktionstag gegen Einsamkeit am Dienstag, 21. Oktober, 10 bis 16 Uhr, ins Alte Rathaus, Marienplatz 15, ein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind eingeladen vorbeizukommen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Einsamkeit hat erhebliche gesundheitliche Auswirkungen – und diese dürfen wir weder ignorieren noch unterschätzen. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, füreinander da sind und gerade ältere Menschen aktiv unterstützen. Nur so können wir ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern. Ich lade alle Münchner*innen herzlich ein, am Aktionstag teilzunehmen: Informieren Sie sich, kommen Sie ins Gespräch, knüpfen Sie Kontakte. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass München ein Ort bleibt, an dem wir nicht nur alt, sondern vor allem gesund und verbunden alt werden.“ Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Einsamkeit kann gerade für ältere Menschen weitreichende Folgen haben. Sie erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen und hat negative Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit und Lebensqualität. Daher ist es wichtig, diesen Themen Raum zu geben und Lösungen anzubieten.“
Am Aktionstag werden neben einführenden Fachvorträgen verschiedene Akteur*innen aus München ihre Projekte und Angebote auf der „Piazza der Möglichkeiten“ vorstellen. Die Besucher*innen haben die Möglichkeit, sich zu informieren und direkt ins Gespräch zu kommen. Bei einem Podiumsgespräch erfahren Besucher*innen aus erster Hand von Erfahrungen mit Wegen aus der Einsamkeit. Das kulturelle Rahmenprogramm lässt die Besucher*innen Wege in ein kreatives Miteinander erleben: Neben dem Auftritt eines Demenzchors und japanischen Liedern wird es auch eine kurze Lesung geben.
Darüber hinaus wird das Thema auch im Kontext von extremistischen Strömungen angesprochen. Die Fachstelle für Demokratie wird die möglichen Zusammenhänge zwischen sozialer Isolation und der Anfälligkeit für extremistische Ideologien im Zusammenspiel mit einem Kurzfilm erläutern. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von sozialer Integration und aktiven Maßnahmen zur Bekämpfung von Einsamkeit zu schaffen. Für weitere Informationen und Rückfragen kann man sich an Tashika Baba, (Vorsitzender Münchner Arbeitsgemeinschaft Gerontopsychiatrie, telefonisch unter 59991560 oder per E-Mail an info@marge-muenchen.de wenden.Infos gibt es auch online unter www.marge-muenchen.de.