Die in München etablierten Erinnerungszeichen für Todesopfer des Nationalsozialismus gibt es inzwischen in drei weiteren Städten. Alle Standorte, Biografien und Fotos der Erinnerten werden ab diesen Sonntag, 9. November, auf einer gemeinsamen Karten-App unter www.map.erinnerungszeichen.de sichtbar.
Dafür hat das Kulturreferat insbesondere mit der Bürgerstiftung der Stadt Oldenburg zusammengearbeitet. In der niedersächsischen Stadt werden am 9. November für Familie Meyberg zwei neue Erinnerungszeichen gesetzt. Insgesamt gibt es dort 88 Erinnerungszeichen an 36 Orten. In Bayern gibt es Erinnerungszeichen auch in Ingolstadt und Landau an der Isar. Im Herbst hat sich der Stadtrat von Weilheim in Oberbayern ebenfalls für dieses Format mit vergoldeten Tafeln und Stehlen auf Augenhöhe entschieden.
In München wurden seit 2018 bislang 317 Erinnerungszeichen an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Infos zum Projekt und Bilder sind unter www.erinnerungszeichen.de und www.map.erinnerungszeichen.de zu finden.