149 Exemplare der Asiatischen Tigermücke (Aedes Albopictus) hat das Gesundheitsreferat (GSR) in seinem Tigermücken-Monitoring 2025 nachgewiesen. 2024 waren es 70 Stück. Mit dem Tigermücken-Monitoring beobachtet das GSR seit 2020 die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke, um ein detailliertes Bild der aktuellen Situation in München zu gewinnen. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Wir haben die Beobachtung in den Gebieten ausgeweitet, in denen es früher schon Tigermückenfunde gab, um weitere Erkenntnisse über die Verbreitung zu gewinnen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass mehr Tigermücken nachgewiesen wurden als im Vorjahr. Wir haben die Information der Bewohner*innen in den betroffenen Gebieten ausgebaut, denn die Unterstützung der Bevölkerung zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Tigermücke ist weiterhin entscheidend. Das gilt jedoch grundsätzlich für das ganze Stadtgebiet.“ Dem Insekt dienen selbst kleinste Wasseransammlungen, die im gesamten Stadtgebiet vorkommen, als mögliche Brutstätte. Mit den sinkenden Temperaturen beginnt die Zeit, in der die Tigermücke zwar nicht mehr aktiv fliegt. Die möglicherweise bereits abgelegten Eier sind aber sehr widerstandsfähig und überstehen selbst Frost. Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, können daraus neue Mücken schlüpfen. In Vorbereitung auf den Winter ist es daher wichtig, sämtliche Brutstätten und Gefäße, in denen sich im Sommer möglicherweise länger Wasser angesammelt hat, winterfest zu machen. Hierfür sind folgende Maßnahmen sinnvoll:
- Alle Gefäße, in denen sich stehendes Wasser angesammelt hat, etwa Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Eimer, Sandspielzeug, Schubkarren und Abdeckplanen sollten ausgeleert werden. Die innenliegenden Ränder dieser Gegenstände sollten mit einem Schwamm oder einer Bürste und etwas Seifenlauge gereinigt werden.
- Regenrinnen sollen von Laub befreit werden. So ist sichergestellt, dass sich dort kein stehendes Wasser ansammeln kann.
- Nicht benötigte Gegenstände sollen so gelagert werden, so dass sich darin kein Wasser ansammeln kann, beispielsweise kopfüber oder in einem überdachten Bereich, wie im Keller oder Schuppen.
- Regentonnen und Wasserzisternen sollen nach der Reinigung mit einem engmaschigen Netz und/oder Deckel versehen werden, sodass keine Insekten an das Wasser gelangen können.
- Vogel- und Igeltränken sind gerade im Herbst und Winter sehr beliebt. Das Wasser sollte regelmäßig ausgewechselt und die verwendete Schale vor dem Winter zusätzlich gründlich gereinigt werden.
- Sickerschächte und Gullys sollen von Laub befreit werden, sodass Wasser gut abfließen kann.
Tigermücken legen ihre Eier in kleine, meist künstliche Wasseransammlungen ab. Die empfohlenen Maßnahmen sollten daher im Frühjahr, bevor es wieder wärmer wird, wiederholt und auch im Sommer konsequent eingehalten werden. Sie helfen nicht nur gegen die weitere Verbreitung der asiatischen Tigermücke, sondern wirken auch gegen andere Stechmückenarten.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=1HhPBnpiTJc finden sich ein Informationsvideo zur Tigermücke und Erklärungen zur Brutstättenbeseitigung. Außerdem hält das GSR unter https://stadt.muenchen.de/dam/jcr:441607af-9e54-4a58-8842-e8737f186ed4/Checkliste_Brutstaettenbeseitigung_20251006.pdf eine Checkliste bereit, in der die empfohlenen Maßnahmen zur Tigermückenvermeidung dargestellt sind. Weitere aktuelle Hinweise, Tipps und Hintergründe unter www.muenchen.de/tigermuecke.