Das im Jahr 2024 ins Leben gerufene Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung soll die konstruktive Konfliktkultur und das demokratische Miteinander in Deutschland stärken. Der Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und Konfliktmanagement im Sozialreferat vertritt die Stadt München als Teil dieses Bundesnetzwerks und hat jetzt auf der Auftaktveranstaltung in Loccum über die Münchner Konfliktbearbeitung berichtet. Mitveranstalter des Treffens waren der Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung und die Evangelische Akademie Loccum.
„Konflikte werden heutzutage öffentlicher ausgetragen und das Interesse an Konfliktbearbeitung steigt“, sagt Christof Starke, Mitgründer des Netzwerks. „Parallel dazu müssen Angebote der professionellen Konfliktbearbeitung sichtbarer und weiterentwickelt werden.“
Mit Wissen, Forschung und Erfahrungen aus der Praxis wird das Netzwerk künftig den Mehrwert von Konfliktbearbeitung für die Gesellschaft aufzeigen und seine Kompetenzen in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs einbringen. Konstruktive Konfliktbearbeitung soll in Deutschland einen neuen Stellenwert bekommen, denn Konflikte spalten nicht zwangsläufig, wenn sie konstruktiv ausgetragen werden, sondern fördern die Verständigung und festigen den sozialen Zusammenhalt.
Das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung zählt aktuell rund 40 Organisationen und Personen, die sich praktisch und politisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland engagieren. Der Ausbau des Netzwerks erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung im Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.