Der digitale Wegweiser INTEGREAT (https://integreat.app/muenchen/de) dient geflüchteten und neu zugewanderten Menschen als zentrale Informationsplattform. Um sich in der Millionenstadt besser zurechtfinden zu können, informiert Integreat zu Themen wie Alltag, Gesundheit, Deutschkurse, Aufenthalt, Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit. Über eine neue Chatfunktion können Nutzer*innen jetzt Fragen in 24 Sprachen stellen und erhalten KI-gestützte Antworten in ihrer Muttersprache. Die Chatfunktion ist im Rahmen des ersten Open Source Sabbaticals (https://opensource.muenchen.de/de/sabbatical.html) der Stadt realisiert worden. Mit ihr wird der Zugang zu Informationen einfacher, persönlicher und barrierefreier. Der Chatbot bietet automatische Antwortvorschläge, Unterstützung bei komplexen Fragen und gibt auch Rückmeldungen, wenn keine Inhalte vorhanden sind. Er erfüllt somit eine wichtige Lotsenfunktion, die bestenfalls auch Beratungsstellen entlastet, denen durch die vom Chatbot übernommene Verweisberatung mehr Zeit bleibt, sich um individuelle Fragestellungen kümmern zu können.
Darüber hinaus ist das Tool direkt angebunden an menschliche Beratung, die bei komplexen Fragen oder unzureichenden Antworten der Künstlichen Intelligenz nahtlos übernehmen kann. Das ist der entscheidende Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen Chatbots. Zwischengeschaltete Echtzeit-Übersetzungen überwinden hierbei die Sprachbarriere zwischen Berater*in und ratsuchender Person.
Der Chatbot war im Mai im Integrationsberatungszentrum IBZ Sprache und Beruf des Sozialreferats mit zwölf Ratsuchenden getestet worden. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Akzeptanz und überzeugende Bewertungen. Der Betrieb auf städtischer Hardware gewährleistet höchste Datensicherheit. Der Chatbot ist unter dem Namen „Frag Integreat“ im Einsatz. Aktuell beteiligen sich sechs weitere Kommunen an einer Testphase.