Im November 1947 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Teilungsplan für das britische Mandatsgebiet Palästina – ausgenommen Jerusalem. Diese Stadt, auf die alle drei monotheistischen Religionen Anspruch erhoben und dies bis heute tun, sollte ungeteilt in die Obhut der UN übergehen. Doch der Israelisch-Arabische Krieg vereitelte 1948 diesen Plan. Jerusalem wurde in Ost und West geteilt mit einer Exklave im Nordosten der Stadt.
Das Jüdische Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, widmet sich am Donnerstag, 20. November, um 19 Uhr dieser Thematik bei der Lesung „Verfehlte Mission. Das geteilte Jerusalem und die Vereinten Nationen“ mit der Historikerin Yfaat Weiss. Diese untersucht zum ersten Mal auf der Basis weltweit verstreuter Quellen die Geschichte dieser Exklave bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967: die vergeblichen Versuche der UN, Frieden zwischen den Konfliktparteien Jordanien und Israel zu stiften, die dagegen gerichteten Souveränitätsansprüche beider Parteien und schließlich das palästinensische Dorf Issawiya mitten in der Exklave.
Philipp Lenhard, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München, moderiert die Veranstaltung.
Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/verfehlte-mission-478.