Bei Erdbewegungsarbeiten am Rande des Westfriedhofs ist eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger ist aktuell stabil, stellt keine Gefahr für die Bevölkerung dar und soll vor Ort entschärft werden. Die Bombe liegt derzeit unversehrt in einer Tiefe von 1,20 Metern im Erdreich und wurde bereits vom Kampfmittelräumdienst begutachtet. Dieser konnte eine Gefahr gegenwärtig ausschließen und plant die Entschärfung am Sonntag, 23. November. Während dieser Zeit muss ein Bereich im Radius von 700 Metern evakuiert werden, wovon rund 7.000 Personen betroffen sein werden. Die Sperrung wird ab 9 Uhr gelten. Betroffene Personen müssen den Bereich bis spätestens dahin selbstständig verlassen haben. Da die Zuständigkeit bei Kampfmittelfunden bei der Kommune liegt, hat das Kreisverwaltungsreferat (KVR) als Ordnungs- und Sicherheitsbehörde bereits die Planung aller nötigen Maßnahmen eingeleitet. Die operative Ausführung obliegt hierbei der Branddirektion. Die Planungen und Abstimmungen zwischen den mitwirkenden Stellen folgen festen Abläufen. Kampfmittelfunde gehören zur Routine der Gefahrenabwehrbehörden. Erste Vorbereitungen für die Entschärfung beginnen bereits heute, 19. November, gegen Mittag mit einem Verbau rund um die Fundstelle mit Seecontainern. In den kommenden Tagen werden alle betroffenen Personen per Posteinwurf, über die Presse und die sozialen Medien sowie unter www.feuerwehr-muenchen.de detailliert über die Maßnahmen informiert. Es wird versucht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Aufforderung, den Sperrbereich zu verlassen, stellt jedoch eine Allgemeinverfügung des KVR (amtsblatt.muenchen.de) dar, weshalb dieser unbedingt Folge zu leisten ist.
Weitere Informationen erhalten Bürger*innen auch über das Info-Telefon mit der Rufnummer 089-2353-55555. Dieses ist am 19. November von 14 bis 18 Uhr, vom 20. bis 22. November jeweils von 8 bis 18 Uhr und am 23. November von 7 bis 14 Uhr besetzt.
Hilfsbedürftige Personen, die Unterstützung durch einen Krankentransport benötigen, melden sich bitte von 19. November, 12 Uhr, bis spätestens 22. November, 11 Uhr, unter der 089-19222 bei der Integrierten Leitstelle. Für Personen, die während der Evakuierung keine Unterkunft haben, wird eine Betreuungsstelle am Gymnasium Moosach, Gerastraße 6, am Tag der Entschärfung eingerichtet.
Von den Sperrmaßnahmen werden auch die Tramlinie 20 sowie die Buslinien 51, 143, 164 und 180 betroffen sein, jedoch keine U- oder S-Bahnlinien. Genauerer Details hierzu werden von der MVG über deren Kommunikationskanäle veröffentlicht.
Über weitere Entwicklungen informiert die Pressestelle der Feuerwehr München fortlaufend.