Die Stadt München hat die Professorin Dr. Claudia Maria Riehl mit der Kerschensteiner Medaille ausgezeichnet. Die Wissenschaftlerin leitet das Institut für Deutsch als Fremdsprache sowie die Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die feierliche Übergabe fand gestern im Festsaal des Alten Rathauses statt.
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Bürgermeisterin Verena Dietl, Preisträgerin Professorin Dr. Claudia Maria Riehl und Stadtschulrat Florian Kraus (Foto: Heribert Mühldorfer/LHM)
Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt eine Wissenschaftlerin, die sich seit vielen Jahren für sprachliche Bildung und gesellschaftliche Teilhabe einsetzt. Professorin Dr. Riehl verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einem starken Praxisbezug. Sie zeigt, wie Sprache Zugänge schafft – zu Bildung, zu beruflichen Chancen und zu einem respektvollen Miteinander. Ihr Wirken hat München zu einem wichtigen Standort für Mehrsprachigkeitsforschung gemacht. Sie arbeitet mit internationalen Partnern zusammen und entwickelt neue Methoden für zeitgemäße Sprachförderung. Viele ihrer Projekte richten sich an Schulen, Lehrkräfte und junge Menschen. Ein Beispiel hierfür ist „Bildungssprache Deutsch für berufliche Schulen“. Das Projekt unterstützt Jugendliche am Übergang in das Berufsleben und stärkt ihre sprachlichen Fähigkeiten direkt im schulischen Alltag. Mit der Gründung der „Internationalen Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit (IFM)“ hat Professorin Dr. Riehl außerdem eine zentrale Anlaufstelle geschaffen. Dort erhalten Schulen, pädagogische Fachkräfte und Institutio- nen Beratung, Fortbildungen und praxisnahe Materialien. Auf diese Weise trägt ihre Arbeit unmittelbar zu Bildungsgerechtigkeit und moderner Schulentwicklung in München bei.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Mit Professorin Dr. Claudia Maria Riehl zeichnen wir eine Wissenschaftlerin aus, die Sprache nicht als Barriere, sondern als Brücke versteht. Ihr unermüdlicher Einsatz für Mehrsprachigkeit stärkt Teilhabe, schafft Chancen und fördert damit die demokratische Kultur unserer Stadt. Ihr Wirken zeigt: Wer Sprache fördert, stärkt unsere gemeinsame Zukunft.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Die Projekte von Professorin Dr. Claudia Maria Riehl – insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung – wirken unmittelbar in unseren Schulalltag hinein. Sie unterstützen junge Menschen genau dort, wo sie sprachliche Orientierung brauchen. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit und moderner Schulentwicklung in München.“
Professorion Dr. Claudia Maria Riehl: „Ich fühle mich außerordentlich geehrt, diese Medaille als Anerkennung meines Engagements entgegenzunehmen. Diese Auszeichnung motiviert mich, mich weiterhin mit voller Kraft für die Förderung von sprachlicher Vielfalt und die Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher einzusetzen. Mein großer Dank geht an die Landeshauptstadt München und an alle, die die Forschungsstelle mit ihrem unermüdlichen Einsatz unterstützen.“
Die Kerschensteiner Medaille wird alle zwei Jahre von der Stadt München an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um Bildung, Erziehung und gesellschaftliche Teilhabe verdient gemacht haben. Sie erinnert an den Reformpädagogen Georg Kerschensteiner, der das Münchner Berufsschulwesen maßgeblich prägte und Bildung als Weg zu verantwortungsbewusster Mitgestaltung verstand.