Am Mittwoch, 3. Dezember, um 19 Uhr lädt die Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen zu einer Veranstaltung über eine außergewöhnliche Persönlichkeit der Nachkriegszeit ein. Unter dem Titel „Philipp Auerbach: ‚Messias‘ & Angeklagter“ diskutieren Hans Hermann Klare, Autor einer Auerbach-Biografie, Münchens Ehrenbürgerin Dr. Rachel Salamander, Zeitzeugin und Literaturwissenschaftlerin, sowie Avishai Milstein, Autor des Theaterstücks „Play Auerbach!“, über Leben und Wirken des ersten bayerischen Staatskommissars für rassisch, politisch und religiös Verfolgte. Philipp Auerbach überlebte die Shoah und wurde 1945 von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt, um im zerstörten Nachkriegsdeutschland jüdischen Überlebenden eine Stimme und Perspektive zu geben. Seine politische Arbeit war geprägt von Engagement, aber auch von Konflikten – insbesondere mit ehemaligen Nationalsozialisten in Justiz und Verwaltung. 1951 wurde er unter fragwürdigen Umständen angeklagt und verurteilt; 1952 nahm er sich das Leben. Die Veranstaltung beleuchtet Auerbachs Rolle zwischen Hoffnungsträger und Feindbild, zwischen Dokumentation und Fiktion.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist über die Website der Münchner Kammerspiele unter www.muenchner-kammerspiele.de erforderlich. Die Veranstaltung ist Teil des Programms „Wohin jetzt? Jüdisches (Über) Leben nach 1945“, einer Kooperation der Monacensia mit den Münchner Kammerspielen, dem Jüdischen Museum München und dem Institut für Neue Soziale Plastik.
Weitere Informationen zur Monacensia unter www.monacensia.org.
Achtung Redaktionen: Pressekontakt per E-Mail an monacensia.presse@muenchen.de.