Drei Münchner Ausbildungsbetriebe sind jetzt mit dem Erasmus-Grasser-Preis 2025 ausgezeichnet worden. Mit diesem ehrt die Stadt München das Engagement der Betriebe sowie ihre Ausbilderinnen und Ausbilder, die sich um die berufliche Bildung von Jugendlichen verdient gemacht haben.
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Bürgermeisterin Verena Dietl (3.v.re.), Wirtschaftsreferent Dr. Christian Scharpf (li.) und Stadtschulrat Florian Kraus (re.) mit den Preisträger*innen des diesjährigen Erasmus-Grasser-Preises. (Foto: Petra Stadler/LHM)
Bürgermeisterin Verena Dietl überreichte die Preise bei einem Festakt im Alten Rathaus und unterstrich dabei die Bedeutung von guter Ausbildung: „Die duale Berufsausbildung gibt jungen Menschen genau die Fähigkeiten an die Hand, die sie in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt brauchen. Mein besonderer Dank gilt daher allen Ausbilderinnen und Ausbildern, die mit so viel Leidenschaft und Geduld ihr Know-how weitergeben. Dieses Engagement zeigt, wie stark München von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen und Zukunft ermöglichen.“
Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, bezeichnete in seinem Grußwort den Erasmus-Grasser-Preis als wichtiges Signal, gerade in Bezug auf den Fachkräftemangel: „Der Erasmus-Grasser-Preis liegt mir besonders am Herzen, weil er Menschen sichtbar macht, die jungen Talenten echte Chancen geben. Die ausgezeichneten Betriebe geben nicht nur Fachwissen weiter, sondern öffnen Türen, schaffen Chancen und begleiten Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben. Dieses Engagement verdient unsere größte Wertschätzung.“
Eine Jury mit Stadtschulrat Florian Kraus sowie Vertreter*innen aus Wirtschaftskammern, dem Stadtrat, und der Frauengleichstellungsstelle hatte die drei Preisträger*innen ausgewählt. Kriterien für deren Entscheidung sind die Dauer der Ausbildungstätigkeit, die Anzahl der Ausgebildeten, der Ausbildungserfolg und eine im Zusammenhang mit der Ausbildung ausgeübte ehrenamtliche Tätigkeit. Seit 2018 können sich nicht nur Handwerksbetriebe, sondern alle Ausbildungsbetriebe auf den Preis bewerben.
Den Erasmus-Grasser-Preis erhalten in diesem Jahr folgende Betriebe:
- Die allwartung GmbH bildet seit 2009 erfolgreich aus und hat seither 28 Fachkräfte qualifiziert – mit hoher Übernahmequote und deutlicher Verjüngung des Teams. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen aktiv an der Weiterentwicklung der Ausbildungslandschaft und setzt gezielt auf die Gewinnung junger Frauen für technische Berufe. Durch erfolgreiche weibliche Absolventinnen, auch mit Meisterprüfung, sowie inklusive Ausbildung Geflüchteter zeigt allwartung beispielhafte soziale und fachliche Verantwortung.
- Die Graf Dichtungen GmbH engagiert sich seit vielen Jahren für die Ausbildung junger Menschen, die auf dem regulären Ausbildungsmarkt oft übersehen werden, und unterstützt sie mit individueller Förderung und persönlicher Begleitung. Das Unternehmen setzt auf Potenzial statt Schulnoten und hat bereits mehrere Auszubildende mit herausfordernden Biografien erfolgreich qualifiziert. Die Haltung des Familienbetriebs bringt Catrin Graf auf den Punkt: „Wer jungen Menschen Perspektiven bietet, gewinnt engagierte und loyale Fachkräfte.“
- Sepp Gröbmeier, Ausbilder bei der Schreinerei Friedrich GmbH, führte über drei Jahrzehnte die Schreinerei Friedrich mit großer Leidenschaft und übergab sie 2024 erfolgreich an seinen Nachfolger. Mit Werten wie Verlässlichkeit und Loyalität prägte er Generationen von Auszubildenden – auch solche, die andernorts gescheitert waren. Entscheidend war dabei stets die enge Unterstützung seiner Frau Irmi, die jungen Menschen Halt gab und sie durch anspruchsvolle Situationen führte.
Der Erasmus-Grasser-Preis gehört zum Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) und wird seit 1993 vom Referat für Arbeit und Wirtschaft ausgelobt. Das Referat kooperiert hier mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der IHK für München und Oberbayern und dem Verband Freier Berufe in Bayern e.V.
Informationen zum Erasmus-Grasser-Preis unter http://www.muenchen.de/erasmus-grasser-preis.