Der Bildungsausschuss des Stadtrats hat jetzt die Umsetzung des Projekts „Gesundes Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen in der Kita (Wellbeing)“ beschlossen. Damit stärkt die Landeshauptstadt gezielt die Gesundheitskompetenz und das Wohlbefinden von Kindern, pädagogischen Fachkräften und Familien in städtischen Kindertageseinrichtungen. Das Vorhaben wird in den Jahren 2026 und 2027 von der Robert Bosch Stiftung mit insgesamt 230.000 Euro gefördert, wovon die Hälfte in die wissenschaftliche Beratung und Begleitung fließt.
Kindertageseinrichtungen stehen heute vor komplexen Herausforderungen: steigende Anforderungen, hohe Belastungen im Arbeitsalltag sowie wachsende pädagogische und gesundheitliche Bedürfnisse der Familien. Ziel des Projekts ist es, das Wohlbefinden systematisch in den Mittelpunkt zu stellen und Maßnahmen im Bereich Gesundheit, Prävention, Qualitätsentwicklung und Familienarbeit wirksamer miteinander zu verbinden. Im Rahmen des Projekts entwickelt und erprobt der Geschäftsbereich KITA des Referats für Bildung und Sport gemeinsam mit der Technischen Universität München ein standortbezogenes Gesamtkonzept. Dabei stehen insbesondere folgende Schwerpunkte im Fokus:
-Partizipation: Kinder, Familien sowie pädagogische und hauswirtschaftliche Teams werden aktiv eingebunden.
-Vernetzung: Gesundheit, Bildung, Prävention und Organisation sollen besser ineinandergreifen.
-Chancengerechtigkeit: Mehr Wohlbefinden stärkt insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
-Nachhaltigkeit: Strukturen werden so gestaltet, dass positive Effekte langfristig wirken.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Mit dem Projekt Wellbeing stellen wir das Wohlbefinden aller in den Mittelpunkt – der Kinder, der pädagogischen Fachkräfte und der Familien. Gerade in einer Zeit hoher Belastungen ist es wichtig, Kindertageseinrichtungen als stabile, gesundheitsfördernde Orte zu stärken. Die Förderung der Robert Bosch Stiftung ermöglicht uns, hier einen innovativen Weg zu gehen.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Das Wohlbefinden ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsprozesse. Durch die enge Zusammenarbeit mit der TU München und die strukturelle Weiterentwicklung unseres städtischen Kita-Systems schaffen wir nachhaltige Verbesserungen im Alltag der Einrichtungen. Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Projekt nun gemeinsam starten können.“
Nina-Sofia Schmidt, Robert Bosch Stiftung: „Wir unterstützen das Münchner Projekt Wellbeing, weil es aufzeigt, wie Kita-Teams, Familien und Wissenschaft gemeinsam Strukturen schaffen können, die das gesunde Aufwachsen von Kindern fördern und Fachkräfte entlasten. Das Vorhaben kann Modellcharakter für viele Kommunen haben, die ähnliche Herausforderungen bewältigen.“
Prof. Dr. Orkan Okan, Technische Universität München (TUM), School of Medicine and Health, Department Health and Sport Sciences und WHO Kollaborationszentrum für Health Literacy: „Das Wohlbefinden von Kindern und pädagogischen Fachkräften gemeinsam in den Blick zu nehmen, ist ein zentraler Baustein für qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung, Prävention und Gesundheitsförderung. Mit unseren wissenschaftlichen Ansätzen, Methoden und Konzepten möchten wir dazu beitragen, wirkungsvolle Maßnahmen sichtbar zu machen und gemeinsam mit der Stadt München neue Wege für gesundheitsförderliche Kita-Strukturen zu entwickeln und zu evaluieren.“