Notbetreuung im Kindergarten „Im Gefilde“?
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Beatrix Burkhardt, Fabian Ewald, Alexandra Gaßmann, Ulrike Grimm und Rudolf Schabl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 22.10.2025
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Auf Ihre Anfrage vom 22.10.2025 nehme ich Bezug.
Sie haben Ihrer Anfrage folgenden Text vorausgeschickt:
„Seitens der Elternschaft des Kindergartens ‚Im Gefilde‘ wurde mitgeteilt, dass sich seit September 2025 die Öffnungszeiten der Einrichtung verän- dert haben. Zur Begründung führte die Leitung an, dass einmal monatlich bereits um 15 Uhr wegen Teambesprechungen von 15-17 Uhr verkürzt geöffnet sei. Ferner wurden die vereinbarten Buchungszeiten (hier: 7.30 bis 17 Uhr) wegen angeblicher personeller Engpässe zunächst kurzfristig auf 8 bis 14 Uhr geändert. Am 2. Oktober fiel die Betreuung wegen einer Klausurtagung ganz aus. Auch in der Folgewoche vom 6. bis 10. Oktober öffnete die Einrichtung nur von 8 bis 14 Uhr. Zudem wurde kurzfristig mitgeteilt, dass diese Öffnungszeiten bis mindestens 7. November gültig wären. Diese kurzfristigen Änderungen stellen für zahlreiche Familien, ins- besondere berufstätige Eltern eine nicht unerhebliche Belastung dar. Diese sind auf die vereinbarte Betreuungszeit und eine verlässliche Kinderbetreu- ung angewiesen.“
Zu den von Ihnen gestellten Fragen kann ich Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Welche Möglichkeiten gibt es, um die ursprüngliche Betreuungszeit wie- derherzustellen?
Antwort:
Die Möglichkeit der vorgezogenen Mitarbeiter*innenbesprechung gibt es seit diesem Kitajahr für die städtischen Kindertageseinrichtungen. Einmal im Monat findet diese nach Rücksprache mit dem Elternbeirat und Information aller Eltern ab 15 Uhr anstelle von ab 17 Uhr statt. Diese Maßnahme trägt dazu bei, auch in Zeiten von knappen Personalressourcen Kolleg*innen sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitpersonal zu entlasten und den Aufbau von Überstunden zu vermeiden, die später wieder abgebaut werden müssten. Dieses Vorgehen ist für alle Familien gut planbar und findet überwiegend große Unterstützung durch die Eltern.Die Öffnungszeitenreduzierung auf 8 bis 14 Uhr ist eine durch den Stab-Personalmangel beim Städtischen Träger festgelegte Maßnahme, die das Wohl und den Schutz der zu betreuenden Kindern zum Ziel hat. Am Elternabend (13.10.2025) wurde durch die Einrichtungsleitung und die Stadtquartiersleitung ausführlich die Notwendigkeit der Maßnahme erläutert. Neben den gerade kursierenden Erkrankungen wie Grippe und aktuell auch Corona, sind langfristige Dienstausfälle hinzugekommen. Aufgrund von Schwangerschaft und längerer stationärer Klinikaufenthalte kann das Personal der Einrichtung nur durch temporäre Aushilfen ersetzt werden. Insgesamt sind vier pädagogische Kräfte und eine Hauswirtschaftskraft betroffen. Eine weitere Hauswirtschaftskraft ist nicht mehr vollumfänglich einsetzbar.
Frage 2:
Welche Maßnahmen, sowohl von der LHM als auch von der Einrichtungs- leitung, wurden bzw. werden unternommen, um die Situation baldmög- lichst zu verbessern?
Antwort:
Es werden grundsätzlich alle Möglichkeiten herangezogen, die zu einer Verbesserung der Situation und zur Rückkehr zur ursprünglichen Öffnungszeit geeignet sind. Für die betreffende Einrichtung sind folgende Möglichkeiten bereits geprüft und umgesetzt worden bzw. in der Prüfung und ggf. kurz vor der Umsetzung:
- Umsetzung einer pädagogischen Fachkraft mit 33 Std./Woche kurzfristig zum 1.10.2025. Allerdings verzögerte sich der tatsächliche Einsatz der Kollegin bis zum 13.10.2025.
- Beschleunigte Umsetzung einer pädagogischen Fachkraft in Vollzeit zum 1.11.2025.
- Eine pädagogische Fachkraft hat kurzfristig zum 1.10.2025 von 33 Std./ Woche auf 39 Std./Woche aufgestockt.
- Kurzfristig wurde die pädagogische Maßnahme „Herzkids“ installiert. Hier erfolgen pädagogische Workshops für die Kinder der Einrichtung und führen zu einer Entlastung des Personals.
- Außerdem helfen Fachkräfte aus den umliegenden Einrichtungen stundenweise und tageweise aus, um zusätzlich zu unterstützen.
Frage 3:
Wurden Ausweichmöglichkeiten oder weitere Betreuungsangebote in Be- tracht gezogen?
Antwort:
Eltern, die durch die Öffnungszeitenreduzierung in Not geraten und dringend einen Betreuungsplatz zu den eigentlich gebuchten Betreuungszeiten benötigen, können sich an die Einrichtungsleitung und an die Stadtquartiersleitung wenden. Hier kann besprochen werden, ob in einer benachbarten Kindertageseinrichtung die ausfallende Zeit kompensiert werden kann. Dieses Angebot wurde bis jetzt von den Eltern noch nicht in Anspruch genommen. Außerdem kann jedes Kind einmal in der Woche bis 15 Uhr betreut werden. Sobald wieder die regulären Personalressourcen zur Verfügung stehen, werden umgehend die Öffnungszeiten entsprechend erhöht.
Ich bitte um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen und gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.