Personalentwicklung in den Büros der Referent*innen und dem Büro des Oberbürgermeisters sowie der Bürgermeister
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Marie Burneleit, Stefan Jagel, Thomas Lechner und Brigitte Wolf (Stadtratsfraktion Die Linke / Die PARTEI) vom 1.10.2025
Antwort Personal- und Organisationsreferent Andreas Mickisch:
Auf Ihre Anfrage vom 1.10.2025 nehme ich Bezug. Sie haben folgenden Sachverhalt vorausgeschickt:
„Die Büros der Referent*innen haben in den vergangenen Jahren offenbar einen deutlichen Ausbau ihres Personals erfahren. Während vor etwa zehn Jahren diese Büros vergleichsweise klein und überschaubar waren, ist mittlerweile in vielen Bereichen von Stäben mit Jurist*innen, Social-Me- dia-Mitarbeiter*innen und weiteren Funktionen die Rede.
Vor zehn Jahren kamen die Referatsbüros noch mit schlanken Strukturen aus. Heute wachsen dort neue Apparate während die Bürger*innen an den Schaltern auf Termine warten oder wichtige Anträge liegen bleiben. Diese Schieflage wirft eine zentrale Frage auf: Warum werden Ressourcen für repräsentative Funktionen ausgegeben oder für Social-Media Auftritte, deren Nutzen für die Allgemeinheit zu bezweifeln ist, während Stellen in direktem Kontakt mit den Menschen in unserer Stadt unterfinanziert bleiben? Angesichts der angespannten Haushaltslage, in der zahlreiche bürgernahe Stellen – insbesondere in Bürgerbüros oder im Sozialbereich wie z.B. die Bezirkssozialarbeit (BSA) – überlastet sind, stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Prioritätensetzung in der Verwaltung.“
Zu den im Einzelnen gestellten Fragen kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Wie viele Mitarbeiter*innen (aufgeschlüsselt nach Vollzeitäquivalenten und Referaten) sind aktuell in den einzelnen Referatsbüros beschäftigt?
Antwort:
Die unterschiedlichen Organisationsstrukturen der einzelnen Referate erschweren eine einheitliche Erhebung sowie den Vergleich der Personalentwicklung in den Büros der Referatsleitungen. Die Ausgestaltung der Aufgaben und die interne Organisation variieren erheblich. Dies betrifft sowohl die Integration von Funktionsgruppen, wie beispielsweise Jurist*innen, als auch die Bezeichnung der Büros selbst. Die Terminologie reicht von „Büro des/der Referenten*in“ bis hin zu verschiedenen Abkürzungen und Unter-gliederungen, was zu einer signifikanten Divergenz in der Personalstruktur führt.
In einigen Büros der Referatsleitungen sind auch Fachaufgaben angesiedelt, wie etwa das Beschlusswesen. Im Personal- und Organisationsreferat beispielsweise werden dort auch die Aufgaben rund um das Beschäftigtenwohnen erledigt. Diese Tätigkeiten bilden nicht die klassischen Unterstützungsaufgaben ab und würden eine rein quantifizierte Auswertung verzerren.
Vor diesem Hintergrund können die zur Beantwortung der Fragen erforderlichen Daten nicht standardisiert erhoben werden. Stattdessen müssten umfangreiche händische Recherchen durchgeführt werden, was einen erheblichen personellen Aufwand bedeutet. Die eingeschränkte Vergleichbarkeit und die notwendige manuelle Zusammenstellung der Daten führen zudem dazu, dass keine verlässlichen Aussagen zur Vergleichbarkeit oder zur Entwicklung über mehrere Jahre hinweg getroffen werden können. Ich bitte um Verständnis, dass wir angesichts der eingeschränkten Aussagekraft und dem hohen manuellen Aufwand diese Einzelauswertungen nicht durchführen können.
Grundsätzlich gilt, dass jeder*jedem Referent*in ein*e Büroleiter*in und bis zu zwei persönliche Mitarbeiter*innen für ihre*seine Unterstützungsaufgaben beschäftigten kann. Die Entscheidung darüber obliegt jeder*jedem Referent*in selbst.
Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen können die Informationen ausschließlich in Form von Gesamtzahlen der Vollzeitäquivalente bereitgestellt werden. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Funktionsgruppen ist nicht möglich, da dies potenziell Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen könnte.
Frage 2:
Welche Funktionsgruppen sind dort jeweils beschäftigt (z.B. Jurist*innen, Social-Media/Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung, Assistenz etc.)?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1.
Frage 3:
Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten in den Büros der Referenten in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte jeweils jährlich ab dem Jahr 2014 und getrennt nach Referaten)?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1.
Frage 4:
Wie viele Mitarbeiter*innen (aufgeschlüsselt nach Vollzeitäquivalenten) sind aktuell in den einzelnen Büros der Bürgermeister sowie des Oberbürgermeisters beschäftigt?
Antwort:
Hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeiter*innen in den Büros der Bürgermeister*innen sowie des Oberbürgermeisters wird auf nachfolgende Tabelle verwiesen.
Büros Bürgermeister*innen – Entwicklung 2014 bis 2025 in VZÄ
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Frage 5:
Welche Funktionsgruppen sind dort jeweils beschäftigt (z.B. Jurist*innen, Social-Media/Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung, Assistenz etc.)?
Antwort:
Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen können die Informationen ausschließlich in Form von Gesamtzahlen der Vollzeitäquivalente bereitgestellt werden. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Funktionsgruppen ist nicht möglich, da dies potenziell Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen könnte.
Frage 6:
Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten in den letzten zehn Jahren in den Büros des Oberbürgermeisters sowie der beiden Bürgermeister*innen entwickelt (bitte jeweils jährlich ab dem Jahr 2014 und getrennt nach den jeweiligen Büros aufschlüsseln)?
Antwort:
Hinsichtlich der Entwicklung der Personalstruktur in den Büros der Bürgermeister*innen sowie des Oberbürgermeisters wird auf nachfolgende Tabelle verwiesen.
Büros Bürgermeister*innen – Entwicklung 2014 – 2025 in VZÄ
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Frage 7:
Gibt es Referatsbüros, die in den vergangenen zehn Jahren eine beson- ders starke Personalaufstockung erfahren haben? Wenn ja, mit welcher Begründung?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1.